In der aktuellen Folge des Innopodcasts der Schweizerischen Post geht es um Mengenprognosen. In der Vergangenheit gelang es der Post nicht, Paketmengen akkurat vorauszuberechnen. Prognosen sind wichtig, um den Einsatz von Personal, Transportmitteln und Touren zu planen.
Die Schweizerische Post will Mitarbeitern mindestens zwei Wochen im Voraus verlässliche Arbeitszeiten nennen. Es soll vermieden werden, aufgrund unerwartet hoher Paketmengen Mitarbeiter/innen kurzfristig zum Dienst zu rufen. Dieses Ziel wurde jetzt mit Hilfe eines Facebook-Algorithmus' namens Prophet erreicht.
Damit können "nichtlineare Trends mit jährlicher, wöchentlicher und täglicher Saisonabhängigkeit sowie Feiertagseffekten" prognostiziert werden (Quelle). Die Post übermittelt keine Daten an Facebook. Es wird nur der Algorithmus verwendet, der von Facebook als kostenlose Open-Source-Software zur Verfügung gestellt wird.
Zur Realisierung des Projekts investierte die Schweizerische Post ungefähr 100.000 Schweizer Franken (ca. 99.000 Euro). Die nächste Ausbaustufe soll eine verbesserte Prognose der Paketmengen von Samstag auf Montag sein. Für samstags verschickte Pakete gibt es aufgrund anderer Bearbeitungskanäle bislang zu wenige Daten. Das Scanning dieser Pakete soll verbessert werden.