Probleme mit Paketen aus Nordirland / DPD Stiftung / Nur noch E-Autos bei Österreichischer Post


Zollprobleme bei Lieferungen aus Nordirland

Im Zuge des Brexits wurde für Nordirland ein Sonderstatus festgelegt. Nordirland ist Teil des britischen Zollgebietes, wird zollrechtlich aber so behandelt, als gehöre es zum Zollgebiet der EU. Daraus folgt, dass Lieferungen zwischen Nordirland und der EU als innergemeinschaftliche Lieferungen gelten und frei von Einfuhrabgaben sind.

Im Postverkehr wird diese Sonderregel offenbar nicht angewendet, wie jemand bei Twitter schrieb. Demnach habe Deutsche Post DHL schon mehrere Sendungen nach Nordirland zurückgeschickt, weil sie keine Zolldeklaration hatten.

Das bei Twitter gezeigte Paketlabel sieht allerdings wie eine gewöhnliche Royal-Mail-Sendung aus UK aus. Deutsche Post DHL hätte die nordirische Herkunft nur feststellen können, wenn die geografische Lage des Absenderortes überprüft worden wäre. Das ist in der Praxis aber nicht möglich, weil niemand von tausenden UK-Sendungen täglich den Absenderort googeln kann.

Vielleicht könnte Royal Mail alle Warensendungen aus Nordirland besonders kennzeichnen. Zusatzsticker auf Paketen sind aber schwierig, weil sie gefälscht werden können. Außerdem müsste so eine Maßnahme mit allen Postgesellschaften / Zollverwaltungen in der EU abgestimmt werden.



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DPD kaufte Fußballeintrittskarten für zehntausende Euro

Auf der Website dpd-stiftung.de gibt es Informationen über eine 2016 gegründete DPD Stiftung. Im Tätigkeitsbericht (PDF) heißt es: "Insgesamt konnte 2020 2.819 Menschen - Mitarbeiter*innen, Kindern und Jugendlichen - direkt oder indirekt geholfen werden. 9,8 Prozent davon lebten in Deutschland, 90,2 Prozent in sogenannten Entwicklungsländern."

Die Stiftung unterstützt auch in Not geratene Mitarbeiter. Im Jahr 2020 wurden insgesamt 56.281 Euro an 19 Kolleg*innen ausgezahlt.

Interessant: Wegen Corona fielen 2020 zahlreiche Fußballspiele aus. DPD hatte im Voraus Tickets von "Top-Bundesliga-Clubs wie FC Bayern München, RB Leipzig, Borussia Dortmund, Eintracht Frankfurt und weiterer Vereine" erworben, um dorthin Kunden einzuladen. Knapp 20.000 Euro brachte die "Rückvergütung ungenutzter Fußballtickets" ein. Dieses Geld wurde an die DPD Stiftung überwiesen.



Österreichische Post kauft nur noch E-Fahrzeuge

Peter Umundum, Chef der Österreichischen Post, investiert mehr als 80 Millionen Euro in E-Fahrzeuge und Ladesäulen. Ab sofort kauft das Unternehmen nur noch Zustellfahrzeuge mit E-Antrieb. Für die Langstrecke, also z.B. den Transport zwischen Paketzentren und Zustellbasen, gilt das Elektroversprechen nicht (Quelle).

Die Fokussierung auf Elektrofahrzeuge ist bemerkenswert, weil Zusteller in der Alpenrepublik häufig "auf Berg- und Talfahrt" sind. Erst vor wenigen Wochen entschied die Deutsche Post, im Landkreis Berchtesgadener Land im Winter wieder Fahrzeuge mit klassischem Antrieb einzusetzen. Elektrisch angetriebene Streetscooter kamen mit der bergigen Landschaft bei Schnee nicht gut zurecht (Quelle).

Langfristiger Plan der Österreichischen Post ist es, bis 2030 in ganz Österreich ausschließlich mit elektrischen Zustellfahrzeugen unterwegs zu sein.


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