DHL Express von Olympia ausgesperrt / Hauptzollamt FFM ausgezeichnet / Asendia nun CO2-neutral


DHL Express darf olympische Austragungsorte nicht beliefern

Auf der Website von DHL Express erscheint ein Hinweis, dass während der Olympischen und Paralympischen Winterspiele keine Paketzustellung und -abholung in 43 Austragungsorten in den Zonen Peking, Yanging und Zhangjiakou möglich ist: "Alle Austragungsorte, Einrichtungen und Athletendörfer dieser Winterspiele sind bis März 2022 abgesperrt."

Eigenen Angaben zufolge kann DHL Express in den Regionen vorübergehend nicht liefern, weil "der exklusive Expressdienstleister für internationale und inländische Sendungen für diese Austragungsorte (...) die Chinesische Post (EMS)" ist.

Unklar ist, ob davon auch UPS und FedEx betroffen sind. Auf deren Websites gibt es keine Meldungen über Einschränkungen in den genannten Regionen. Die Tarifrechner von UPS und FedEx ermöglichen Preisauskünfte zu Paketen mit Herkunftsort Peking.



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Weltzollorganisation ehrt Zöllner aus Frankfurt am Main

Die Weltzollorganisation (WZO) hat Mitarbeiter David Klein vom Hauptzollamt Frankfurt am Main ausgezeichnet. Der Zolloberinspektor ist als "Brexit-Koordinator" für die Hauptzollämter Frankfurt am Main, Saarbrücken, Darmstadt, Schweinfurt und Karlsruhe zuständig. Mit der Auszeichnung würdigt die WZO die "digitale Transformation durch die Übernahme einer Datenkultur und den Aufbau eines Daten-Ökosystems".

In einer Pressemitteilung schreibt das Hauptzollamt Frankfurt am Main, dass die Digitalisierung weiter voranschreiten wird mit "positiven Effekten für Unternehmen und Bürger*innen". Es werden folgende Beispiele genannt:

  • Die Zollämter können sich als Teil eines gemeinsamen Abfertigungspools bei Spitzenbelastungen ortsunabhängig gegenseitig unterstützen.
  • Beim E-Commerce können Paketsendungen aus Nicht-EU-Ländern elektronisch angemeldet und weitgehend automatisiert abgefertigt werden.
  • Künstliche Intelligenz hilft bei der Risikoanalyse für die Überwachung des Waren- und Barmittelverkehrs
  • Beim gewerblichen Rechtsschutz funktioniert die Zusammenarbeit zwischen den Markeninhabern, den EU-Behörden und dem deutschen Zoll digital.

Allerdings läuft nicht alles so glatt, wie es vom Hauptzollamt dargestellt wird. Privatkunden können nämlich noch keine Pakete aus Nicht-EU-Ländern anmelden, weil die Software dafür erst im Laufe des Jahres 2022 fertig wird. Außerdem werden seit Sommer 2021 vermehrt private Geschenkpakete als Warensendungen eingestuft und irrtümlich besteuert.



Asendia liefert CO2-neutral

Das Gemeinschaftsunternehmen von französischer und schweizerischer Post, Asendia, kompensiert ab sofort alle CO2-Emissionen. Auch in 2020 und 2021 hat Asendia schon CO2-Ausgleichsmaßnahmen betrieben, die bezogen sich jedoch nicht auf die gesamte Transportkette.

Ab 2022 kompensiert Asendia alle Emissionen, die beim internationalen Transport anfallen und bei Partnerunternehmen, die auf der ersten und letzten Meile tätig sind. Zusätzlich berücksichtigt werden "Gebäudeemissionen, Retouren, Maschinen und notwendige Geschäftsreisen", heißt es in einer Pressemitteilung.

Asendia-Sendungen werden in Deutschland u.a. von Deutsche Post DHL zugestellt. Zu einer "CO2-Mehrfachkompensation" durch das GoGreen-Programm von DHL kommt es aber nicht, weil GoGreen nur für Sendungen innerhalb Deutschlands gilt sowie für Sendungen von Deutschland ins Ausland. Aus dem Ausland nach Deutschland importierte Sendungen fallen nicht unter GoGreen.


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