GLS-Impfmobil / Datenleck bei DPD UK / UPS Expedited in die USA verzögert


GLS-Impfmobil erfolgreich unterwegs

Um die Impfquote unter GLS-Mitarbeitern zu erhöhen, schickt GLS ein eigenes Impfmobil durch Deutschland. An vorerst über 50 Terminen an 34 GLS-Standorten werden Mitarbeitende sowie ihre Angehörigen zum Schutz gegen das Coronavirus geimpft. Zusätzlich organisiert GLS lokale Sonder-Impftermine in den Depots und in Arztpraxen.

GLS-Germany-Chef Karl Pfaff: "Das erste Fazit zur Impf-Tour durch ganz Deutschland ist sehr positiv. An einzelnen Standorten konnten bis zu 50 Personen geimpft werden, obwohl die Anmeldungen deutlich darunter lagen." Die GLS-Depots geben jeweils eine Woche im Voraus ihre Prognosen zu den benötigten Impfdosen ab. Die Vakzine werden dann ins GLS-Impfmobil verladen und unter Einhaltung der Kühlkette und geschützt vor Erschütterungen zu den jeweiligen Depots transportiert.



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Datenleck bei DPD UK

Das Portal pcwelt.de berichtet unter Berufung auf eine US-Website, dass im Livetracking von DPD Großbritannien ein Datenleck bestand. Das haben Sicherheitsforscher herausgefunden, die DPD bereits im September 2021 informierten, so dass der Fehler behoben werden konnte. DPD Deutschland ist nicht betroffen.

Dem Bericht zufolge war es möglich, über eine ungeschützte API (Schnittstelle) den Standort von Paketempfängern herauszufinden. Dadurch konnte man wiederum auf die PLZ des Empfängers rückschließen und so die detaillierten Paketdaten (Empfängername, Zustellfoto, etc.) abrufen.



Verzögerungen bei UPS Expedited in die USA

Zurzeit sind vermehrt UPS-Pakete der Versandart Expedited zu beobachten, die in Köln festhängen und nicht in die USA exportiert werden. Die Statusmeldung lautet: "Wir konnten das Paket nicht wie geplant ins Flugzeug laden" (Beispiel). Dahinter verbergen sich vermutlich Kapazitätsengpässe. Weil Expedited eine preiswerte Versandart ist, bekommen teurere UPS-Sendungen in die USA wohl Vorrang.



GLS beteiligt sich nicht mehr an Multi-Paketshop in Hamburg

Alle Paketdienste in einem Paketshop vereint: mit dieser Idee startete im Oktober 2018 ein Multi-Paketshop im Einkaufszentrum City-Center Bergedorf (CCB) in Hamburg. Kunden sollten nicht mehr zu einzelnen Paketshops von DPD, GLS, UPS und Hermes laufen müssen, sondern alle Pakete bequem an einem Ort abholen und retournieren können.

Im Jahr 2019 zog sich Hermes aus dem Projekt zurück. In Kürze folgt auch GLS. Im GLS-Paketshopfinder ist bereits das "Serviceende" für den 30.04.2022 vorgemerkt. Dadurch ist der Multipaketshop nichts Besonderes mehr. Auch gewöhnliche Kioske bieten mittlerweile zwei oder drei Paketshops unter einem Dach an.

Vor einigen Jahren waren Paketdienste noch sehr streng und duldeten keine Wettbewerber im gleichen Laden. Solche Exklusiv-Vereinbarungen scheint es immer weniger zu geben. Das ist für Paketshopinhaber gut, weil sie zusätzlichen Umsatz machen können, und Paketdienste finden leichter Kooperationspartner, weil sie auf bestehende Paketshops zugehen können, anstatt neue Ladengeschäfte akquirieren zu müssen.


So berichtete Paketda im Oktober 2020

Als der Multipaketshop im Einkaufszentrum startete, sollte sich eigentlich auch DHL daran beteiligen. Doch DHL entschied sich lieber dafür, einen eigenen Paketshop in einem Kiosk im CCB fortzuführen (besteht bis heute).

Im Februar 2019 gab es auf etailment.de ein Zwischenfazit. Monatlich wurden ca. 2.500 Pakete über den Paketshop abgewickelt. An Spitzentagen wurden bis zu 150 Kunden gezählt.

Hermes ist inzwischen nicht mehr am Projekt beteiligt. Auf der Website citycenter-bergedorf.de wurde das Hermes-Logo entfernt. Laut archive.org wurde das Hermes-Logo irgendwann zwischen August und September 2019 entfernt.

Bizarre Anekdote: Laut etailment.de betrieb das Berliner Unternehmen Excofirm den Paketshop und fungierte als Vermittler zwischen dem Centerbetreiber und den Paketdiensten. Firmenchef Christoph Julius Caesar ist Medienberichten zufolge mit Betrugsvorwürfen konfrontiert und war laut Volksstimme.de im Frühjahr 2020 zur Fahndung ausgeschrieben. Die Bild-Zeitung bezeichnet ihn als "Deutschland jüngsten Hochstapler".


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