KEP-Kooperationen / Paketdieb in Wien erwischt / Paketempfänger mehrheitlich unzufrieden


Kooperationen bei Paketzustellung auf dem Land denkbar

An einer Gesprächsrunde der österreichischen Tageszeitung "Die Presse" nahmen u.a. Vertreter von Österreichischer Post, DPD Österreich und DHL Express Austria teil (hier bei Youtube).

Zu Kooperationen von KEP-Dienstleistern sagte Sebastian Kummer von der Wirtschaftsuniversität Wien:

"Ich glaube, dass das vollkommen falsch diskutiert wird. Denn meistens sind die Kooperationen immer auf die Stadt bezogen. (...) Aber in der Stadt ist die KEP-Logistik schon extrem effizient. Auf dem Land, wenn man in den Bergen ist, da ist es für KEP-Dienstleister schwierig, die Touren vollzubekommen. Und da würde eine Kooperation viel mehr Sinn machen als in der Stadt."

Zum gleichen Thema Ralf Schweighöfer, Chef von DHL Express Austria:

"Ich glaube nicht, dass irgendein KEP-Dienstleister mit einem nicht bis unters Dach vollgepackten Auto in eine Innenstadt fährt. Das heißt, die Kooperationsbereiche liegen wenn, dann wirklich im Land. Da haben wir, glaube ich, tatsächlich viel Potenzial, wo ich nur mit einem zu 50% oder 60% gefüllten Auto fahre."

Peter Umundum von der Österreichischen Post:

"Wir kooperieren sehr, sehr eng mit DHL. Das heißt, DHL hat die Kundenbeziehung, aber die Logistik für die Pakete dürfen wir für DHL durchführen. Umgekehrt übernimmt der Ralf [Schweighöfer, DHL] unsere Expresspakete international. (...) Oder wir nutzen DHL zum Beispiel in Tschechien, während DHL uns in der Slowakei nutzt. Ähnlich ist es mit Hermes. Hermes hat ein eigenes Shopnetzwerk. Die Logistik wird gemeinsam abgewickelt."

Peter Umundum sagte auch, dass die Österreichische Post mehr Besichtigungen in Logistikzentren ermöglicht, um Kunden die Komplexität und den Wert logistischer Dienstleistungen zu verdeutlichen. Infos und Anmeldung unter www.post.at.



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Wien: Paketdieb innerhalb von 2 Wochen aufgeflogen

Wenn in Medien über Post- oder Paketdiebstähle berichtet wird, handelt es sich oft um Serientaten, die mehrere Monate andauern. In Wien flog ein Postdieb jetzt innerhalb weniger Tage auf.

Die Polizei erklärte in einer Pressemitteilung, dass ein 45 Jahre alter Serbe zwischen dem 03.01. und 15.01.2022 über hundert Pakete geöffnet und deren Inhalt gestohlen haben soll.

Ein anderer Mitarbeiter des Paketdienstes (vermutlich der Chef) recherchierte im IT-System, welcher Mitarbeiter für die Verladung der beraubten Pakete zuständig war. Dadurch führte die Spur schnell zum Tatverdächtigen. Er wurde nicht inhaftiert.



Umfrage: Nur 28% der Kunden mit Paketempfang zufrieden

Das Marktforschungsunternehmen Spectos hat knapp 2.000 Deutsche zum "Stimmungsbild zu Online-Shopping und Paketzustellung" befragt. Eines der Ergebnisse: Nur 28% der Befragten sind mit dem aktuellen Zustand beim Empfang ihrer Pakete zufrieden. Die genauen Ursachen für die hohe Unzufriedenheit hat Spectos leider nicht veröffentlicht.

65% der Befragten sind übrigens bereit, zugunsten des Umweltschutzes eine längere Lieferzeit zu akzeptieren. Einen Aufpreis für eine umweltfreundliche Lieferung wollen nur 50% bezahlen.

Quelle: postbranche.de




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