Schweizer Briefkästen passen sich Schneehöhe an / Topziel von Hermes: Höhere Kundenzufriedenheit


Höhenverstellbare Briefkästen in der Schweiz

Die Schweizerische Post berichtet auf post-medien.ch über die Besonderheiten bei der Postzustellung in Bettmeralp. Die kleine Gemeinde liegt fast 2.000 Meter über dem Meeresspiegel in den Bergen. Briefe und Pakete werden mit der Seilbahn angeliefert und von der Zustellerin in einem kleinen Postbüro in Bettmeralp sortiert. Anschließend fährt sie mit einem Schnee-Quad zu den Empfängern.

Weil nur wenige Kunden einen eigenen Briefkasten direkt am Haus haben, gibt es 13 freistehende Briefkastenanlagen. Diese "Outdoor-Postfächer" sind höhenverstellbar, damit sie auch bei starkem Schneefall zugänglich bleiben. Die Zustellerin kann die Pfosten der Anlage mit einer Kurbel hochdrehen bzw. im Frühjahr wieder runterdrehen. Foto davon auf der verlinkten Website.



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Hermes möchte kundenfreundlicher werden

Dennis Kollmann von Hermes erklärt im Lieferzeit-Podcast, dass Hermes auf "Wachstum durch Kundenzufriedenheit" setzt. Kollmann wörtlich:

"Sehr offen gesprochen: Wir als Hermes haben echt noch Nachholbedarf bei den Endkunden. Und da ist [...] das Thema Net Promoter Score etwas, das wir, neben reinem Volumen- und Umsatzwachstum, sehr vorantreiben wollen."

Hermes befragt regelmäßig Kunden, die ein Paket mit Hermes verschickt oder empfangen haben, ob sie Hermes weiterempfehlen würden. Je stärker die Weiterempfehlung, desto höher der Net Promoter Score. Im Moment sei der Score noch nicht so hoch wie gewünscht, erklärt Dennis Kollmann im Podcast. In 2022 sei es das Top-Ziel von Hermes, Kundenzufriedenheit und Perception zu steigern. Dafür habe das Unternehmen "viele Maßnahmen im Köcher".

Deren Umsetzung kostet aber Geld. Kollmann: "Wenn irgendwann der Paketversand von Kiel nach München nicht weniger kostet als 1 Stunde parken in der Innenstadt von Hamburg [3 Euro], dann sind noch ganz andere Dinge möglich auch im Bereich der Kundenzufriedenheit."

Man muss hoffen, dass Hermes keine Schnellschüsse unternimmt wie beispielsweise 2014. Damals berechnete Hermes bis zu einstündige Lieferzeitfenster, um mit der Genauigkeit des DPD-Livetrackings mitzuhalten (Paketda berichtete). Allerdings waren die Hermes-Prognosen so ungenau, dass sie für Kunden keinen Mehrwert hatten und alsbald wieder verschwanden bzw. auf 3-4 Stunden ausgedehnt wurden.


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