Postchef über Lieferzeiten bei Paketen und Briefen / Drogenbesteller + Paketbetrüger festgenommen


Frank Appel plädiert für langsamere Lieferungen anstatt Sameday

In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung erklärt Postchef Frank Appel, dass sein Unternehmen taggleiche Lieferungen in verschiedenen Märkten getestet habe mit "überschaubarer Nachfrage". Appel wörtlich: "Ich glaube einfach nicht, dass alle Kunden alles sofort geliefert bekommen wollen." Er kritisiert außerdem die schlechten Arbeitsbedingungen bei Lieferdiensten, die z.B. Lebensmittel innerhalb von 30 Minuten bringen.

Ein größeres Potenzial sieht Appel hingegen in langsameren und umweltfreundlicheren Transporten per Bahn. Im Paketbereich wird der Transport auf der Schiene ausgebaut. Im Briefbereich würde die Deutsche Post das ebenfalls gern tun, muss aber 80 Prozent aller Briefe einen Tag nach dem Absenden zustellen. "Wenn wir eine nachhaltige Briefzustellung wollen, sollten wir Vorgaben für die Laufzeit reduzieren", so Appel zur SZ.



Anzeige


Paketshop-Mitarbeiter erschnupperte Marihuana

Ein Mitarbeiter eines Paketshops in Stuttgart verweigerte am 8.12. einem Kunden die Herausgabe eines Pakets, weil es nach Marihuana roch. Offenbar wurde anschließend die Polizei eingeschaltet. Denn als der Kunde am 10.12. erneut in den Laden kam, um sein verdächtiges Paket abzuholen, wurde er kurzerhand festgenommen. Die Polizei setzte den 21-Jährigen danach wieder auf freien Fuß. Das Paket enthielt mehr als 100 Gramm Marihuana .

Quelle: Pressemitteilung Polizei



10-Jähriger half Polizei gegen Paketbetrüger

Ein Mann versuchte in Steinach (Thüringen), unter falscher Identität eine Onlinebestellung aus einem Paketshop abzuholen. Der geplante Betrug konnte jedoch verhindert werden, weil die geklauten Identitätsdaten zuvor bei der Polizei angezeigt wurden. Die Inhaberin des Paketshops wurde von der Polizei informiert und gebeten, das fragliche Paket nicht auszuhändigen.

Der Paketshop wurde observiert, so dass Polizeibeamte den Betrüger beim Abholversuch festnehmen konnten. Bei dem Mann wurde jedoch kein Ausweis gefunden, den er zur Paketabholung benötigt hätte. Der 10-jährige Enkel der Paketshop-Inhaberin ermittelte auf eigene Faust und fand den vom Tatverdächtigen weggeworfenen Ausweis in der Nachbarschaft.

"Der Schüler mit dem Berufswunsch Polizist stellte das Dokument vorsichtig mit Handschuhen und Plastiktütchen sicher und übergab seinen Fund seinen zukünftigen Kollegen.", schrieb die Polizei in einer Pressemeldung.


  Zuletzt aktualisiert am   |   Autor:
Anzeige

✉ Paketda-News kostenlos abonnieren per E-Mail, bei Telegram oder bei Google News.