Postbank schließt Filialen / Wenige IT-Attacken auf die Post / Tarifverhandlungen in NRW erfolgreich


Postbank zieht Filialschließungen vor

Die Süddeutsche Zeitung berichtet über mehrere Postbank-Filialen in München, die geschlossen werden. Ein Pressesprecher der Postbank nannte als Ursache, dass Kunden ihre Bankgeschäfte vermehrt online erledigen; Corona habe das verstärkt.

Die Filialschließungen treffen auch viele Kunden, die bei der Postbank keine Bankgeschäfte erledigen, sondern Briefe und Pakete verschicken oder abholen. Diese Services haben für die Postbank aber nicht die oberste Priorität. Deutsche Post DHL ist quasi nur "Untermieter" bei der Postbank.

Laut Zeitungsbericht haben sich Postbank und Deutsche Post DHL auf vorgezogene Filialschließungen geeinigt. 100 Schließungen, die für 2024 und 2025 geplant waren, werden auf 2023 vorgezogen. Insgesamt soll es Ende 2023 noch 550 Postbank-Filialen geben. Zurzeit sind es 750.



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Deutsche Post DHL von Cyberangriffen bislang verschont

Bei www.cio.de wurde ein Interview mit dem Gesamtverantwortlichen für Informationssicherheit bei Deutsche Post DHL veröffentlicht. Thornewill von Essen erklärt: "Generell steigt weltweit die Zahl der Angriffe rasant, vor allem DDoS-Attacken nehmen gerade zu. Und natürlich nehmen wir auch die vielen Ransomware-Attacken wahr. Bisher sind wir einigermaßen davon verschont geblieben."

Kürzlich haben 60 Führungskräfte des Postkonzerns eine Notfallsituation simuliert. "Sie müssen bedenken, eine ernste Cyberattacke kann ein Unternehmen über Nacht vollständig stilllegen, so wie wir es etwa bei Mitbewerbern vor ein paar Jahren gesehen haben.", sagt Thornewill von Essen. Deshalb hat Deutsche Post DHL Pläne ausgearbeitet, wie auf einen Betriebsstillstand reagiert wird. Je nach Art und Schwere der Cyberattacke existieren unterschiedliche Szenarien.



Tarifverhandlungen in NRW erfolgreich

Die Gewerkschaft Verdi teilt mit, dass die Warnstreiks in der Logistikbranche in Nordrhein-Westfalen teilweise erfolgreich waren. Es sei gelungen, mit DPD und Hermes "eine Vereinbarung für alle NRW-Standorte zu treffen". Mit trans-o-flex einigte sich Verdi auf den Abschluss eines Haustarifvertrags.

Bei anderen Logistikern in NRW setzt Verdi die Warnstreiks und Tarifverhandlungen fort, um einen Flächentarifvertrag abzuschließen. Quelle: nrw.verdi.de


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