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Erste Postbank-Filiale bietet keine Postleistungen mehr an


Die Rheinische Post berichtet über die wahrscheinlich erste Postbank-Filiale Deutschlands, in der es keine Leistungen von Deutsche Post und DHL mehr gibt.

Seit dem 12.04.2024 werden in der Postbank-Filiale in Hilden, Robert-Gies-Straße, ausschließlich Postbank-Services angeboten. Für Brief- und Paketleistungen müssen Kunden auf umliegende Kioske oder einen Supermarkt ausweichen.

Bis Mitte 2026 schließt die Postbank 250 von 550 Filialen. Von den verbleibenden 300 Standorten bieten ungefähr 100 Filialen ausschließlich Bankdienstleistungen an und keine Postdienstleistungen.

Vor zwei Monaten wurde außerdem bekannt, dass Postbank-Kunden in Post-Partnerfilialen mittelfristig kein Geld mehr abheben können.





Postbank-Kunden können in Postfilialen kein Geld mehr abheben

So berichtete Paketda im Februar 2024

Im Oktober 2023 gab die Postbank bekannt, bis Mitte 2026 zahlreiche eigenbetriebene Filialen zu schließen. Insgesamt bleiben nur 300 Standorte übrig. Für Postbank-Kunden kommt es jetzt noch dicker: Sie können nicht auf Partnerfilialen der Deutschen Post ausweichen, denn bis Ende 2025 werden in Post-Partnerfilialen überhaupt keine Postbank-Leistungen mehr angeboten.

Laut tagesschau.de sind 1.800 Post-Partnerfilialen betroffen. Das Abheben oder Einzahlen von Geld wird dort also nicht mehr möglich sein. Die Deutsche Bank als Eigentümerin der Postbank begründet die Trennung von den Post-Partnerfilialen damit, dass die Postbank "mobile first" werden möchte, also eine Art Digitalbank.

Die Deutsche Bank behauptet laut Handelsblatt, Postbankkunden würden Bankdienstleistungen in den Partnerfilialen der Deutschen Post weniger stark nachfragen. Nachprüfen lässt sich das nicht. Laut Statista sind 31% der Postbank-Kunden 60 Jahre oder älter. Fraglich, ob mit dieser Kundenstruktur ein Umstieg auf "mobile first" gelingt.

Für Inhaber von Post-Partnerfilialen bedeutet der Wegfall des Postbank-Geschäfts finanzielle Einschnitte. Ein Brancheninsider erklärte gegenüber Paketda, dass einige Partner eventuell ihre Postfiliale aufgeben. Der Wegfall der Postbank-Vergütungen kann seiner Meinung nach nicht durch Vergütungen der Deutschen Post ausgeglichen werden. Einige Filialpartner könnten dann zu dem Schluss kommen, dass sich das Geschäft nicht mehr lohnt. - Ob es wirklich so eintritt, bleibt jedoch abzuwarten.



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Nur 200 Postbank-Filialen mit Postservice bleiben übrig

So berichtete Paketda im Oktober 2023

Bis Mitte 2026 sollen 250 von 550 Postbank-Filialen geschlossen werden. Von den verbleibenden 300 Standorten sollten laut faz.net 100 Filialen ausschließlich Bankdienstleistungen anbieten und die anderen 200 Filialen Bank- und Postdienstleistungen.

Begonnen hatte die erste Schließungswelle Ende 2021. Damals einigten sich Postbank und Deutsche Post DHL darauf, bis Ende 2023 die Filialstandorte von 750 auf 550 zu reduzieren.

Interessant: Jetzt in 2023 erklärt ein Postbank-Sprecher, dass man gern früher mehr Standorte geschlossen hätte, wenn Deutsche Post DHL es erlaubt hätte. Aufgrund eines langfristigen Vertrags sei dies nicht möglich gewesen, obwohl viele Zweigstellen "seit Langem unprofitabel" seien (Quelle: bild.de).

Quelle: bild.de





Postbank-Schließungen sorgen für Frust bei Postfach-Inhabern

So berichtete Paketda im Juni 2023

Postfachanlage in einer Postbank-Filiale
Postbank und Deutsche Post DHL haben sich 2021 auf vorgezogene Filialschließungen geeinigt und vereinbart, die Anzahl der Postbankfilialen von 750 auf 550 zu reduzieren. Dieses Ziel soll bis Ende 2023 erreicht sein.

Aufgrund geschlossener Postbank-Filialen entfallen an vielen innerstädtischen Standorten gut erreichbare Postfachanlagen. In den letzten Monaten gibt es mehrere Medienberichte über Kunden, die sich über geschlossene bzw. verlegte Postfachanlagen ärgern.

- Erstes Beispiel: Die Postfächer in 45468 Mülheim an der Ruhr werden aus der Stadtmitte an den Stadtrand verbannt (5 km Entfernung).

- Zweites Beispiel: Allen Postfachkunden in 29525 Uelzen wurde gekündigt. Wollen sie weiterhin ein Postfach haben, müssen sie aus der Kreisstadt mindestens 12 km in eine Kleinstadt fahren.

- Drittes Beispiel: In 70734 Fellbach wurden 250 Postfächer in ein Industriegebiet verlegt, das durch Bahngleise vom früheren Standort in einem Wohnviertel getrennt ist. Ein Kunde ging die Strecke zu Fuß ab und benötigte jeweils 20 Minuten für den Hin- und Rückweg (Quelle).

- Viertes Beispiel: Postfächer wurden aus der Stadtmitte in 25421 Pinneberg an einen Post-Zustellstützpunkt im Vorort Prisdorf verlegt. Auslöser dafür war nicht die Schließung der Postbank, sondern ein Abriss des alten Gebäudes (Quelle).

Es gibt auch Positivbeispiele aus Orten, wo die Deutsche Post einen Nachfolgestandort in der Nähe der alten Postfachanlage gefunden hat. Die Postfächer befinden sich dann i.d.R. in Einzelhandelsgeschäften, sofern deren Betreiber den entsprechenden Platz dafür zur Verfügung stellen.

Ebenfalls positiv: In 94469 Deggendorf wird die Postfachanlage am alten Standort weiterbetrieben, obwohl die Postbankfiliale dort geschlossen wurde. Das ist aber nur eine Übergangslösung, bis ein neuer Standort gefunden ist.





Viele Postfilialen schließen, weil Postbank schließt

So berichtete Paketda im November 2021


In vielen Städten Deutschlands beschweren sich Bürger und Bürgermeister über Postfilialen, die geschlossen werden und durch kleinere Postfilialen im Einzelhandel ersetzt werden. Bei den Schließungen handelt es sich oft um Postbank-Filialen, wie z.B. in diesem WAZ-Bericht über Bochum.

Postbank und Deutsche Post gingen aus dem Staatsunternehmen Deutsche Bundespost hervor; heutzutage haben sie jedoch kaum etwas gemeinsam. Die Postbank gehört zur Deutschen Bank. Seit Jahrzehnten gibt es jedoch eine Kooperationsvereinbarung, wonach in Postbank-Filialen auch Services der Deutschen Post angeboten werden.

Vor zwei oder drei Jahren erhielten wir bei Paketda erste Insiderberichte, die darauf hindeuteten, dass weniger DHL-Pakete zur Abholung in Postbankfilialen hinterlegt werden. DHL scheint Paketshops im Einzelhandel zu bevorzugen sowie Packstationen. Möglicher Hintergrund: Die Postbank erhält von Deutsche Post DHL eventuell höhere Provisionen, so dass es für den Postkonzern lukrativer ist, Pakete an anderen, günstigeren Standorten zur Abholung bereitzulegen.





Postbank zieht Filialschließungen vor

Im November 2021 berichtete die Süddeutsche Zeitung über mehrere Postbank-Filialen in München, deren Schließung bevorstand. Ein Pressesprecher der Postbank nannte als Ursache, dass Kunden ihre Bankgeschäfte vermehrt online erledigen; Corona habe das verstärkt.

Aufgrund der Kooperation zwischen Postbank und Deutscher Post treffen die Filialschließungen auch viele Kunden, die bei der Postbank keine Bankgeschäfte erledigen, sondern Briefe und Pakete verschicken oder abholen.

Laut Zeitungsbericht einigten sich Postbank und Deutsche Post DHL auf vorgezogene Filialschließungen. 100 Schließungen, die für 2024 und 2025 geplant waren, werden auf 2023 vorgezogen. Insgesamt soll es Ende 2023 noch 550 Postbank-Filialen geben. Im Jahr 2021 waren es 750 Filialen.

Weil sich Postbank-Filialen häufig in guten, städtischen Lagen befinden, sorgen Standortschließungen für Unmut bei Kunden. Außerdem gelingt es Deutsche Post DHL nicht immer, in unmittelbarer Nachbarschaft einen neuen Kooperationspartner (Einzelhandelsgeschäft) zu finden. Kunden müssen sich zur Erledigung ihrer Postgeschäfte deshalb neu orientieren und beklagen zuweilen eine schlechtere Beratungsqualität in Post- und Paketshops im Einzelhandel. Letzteres hängt jedoch vom Engagement der Mitarbeiter ab und lässt sich nicht pauschalisieren.


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