Paketvisionen im Museum / DHL-Express-Umleitung an Packstation / Überlastungsanzeigen bei Post


Ausstellung "My Home is my Parcel" in Wiesbaden

Bis zum 20. Februar 2022 zeigt das Wiesbadener Stadtmuseum am Markt eine Ausstellung, die sich mit den Folgen des Onlineshoppings auseinandersetzt. Studierende der Hochschule RheinMain und IMPACT RheinMain haben sich Gedanken gemacht über die Ausbeutung von Paketkurieren, den Leerstand in Einkaufsstraßen und Verkehrskollaps durch "Vervielfachung der Warenwege".

Entstanden ist zum Beispiel die Idee "ParceLabs" (Abbildung oben). Kunden lassen sich Pakete in diese speziellen Gebäude liefern, entnehmen dort den Inhalt und lassen die Verpackung zurück. Die Verpackung wird kompostiert, so dass Gemüsegrün darauf wachsen kann.

Eine andere Idee befasst sich mit der Weiterentwicklung innerstädtischer Mikrodepots. Diese könnten um Kantine, Bar, Kino, Massage, Physiotherapiestation und Hostel erweitert werden. Solche Botenclubs seien eine "Hommage an die Arbeiterclubs der zwanziger Jahre in Moskau" und aufgrund der Ausbeutung der Zusteller "eine bittere Notwendigkeit".

Mehr Infos: wiesbaden.de | impact.hs-rm.de



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DHL Express: Paketumleitung an Packstation möglich

DHL Express erhöht den Empfängerkomfort und ermöglicht es ab sofort, Pakete von der Hausanschrift an eine Packstation umzuleiten.

Dazu klickt man im Portal delivery.dhl.com auf "Abholung an einem DHL Service Point". Daraufhin erscheinen Postfilialen und Packstationen. Wählt der Nutzer eine Packstation, muss er noch seine Postnummer eintragen und kann anschließend die Umleitung beauftragen.

Quelle: marcoklass.de



Postler können Überlastungsanzeigen einreichen

Das Onlinemagazin aktuelles-aus-suederelbe.de berichtet von "Übertragungen, Abbrüchen und Improvisationen" bei der Briefzustellung in Hamburg-Harburg. Mit Übertragung ist gemeint, dass im Krankheitsfall ein Zustellbezirk an mehrere Kollegen übertragen wird.

"Seit der letzten Bemessung im September 2021 ist die Belastung noch weiter angestiegen. Jeden Tag wird die Zustellung neu geplant, es gibt keine Ablaufroutine mehr. Eine Zustellung im Sollzustand ist die Ausnahme geworden.", wird aus einem internen Schreiben unzufriedener Mitarbeiter an die Niederlassungsleitung zitiert.

Die Deutsche Post gibt zu, dass 8 Mitarbeiter Überlastungsanzeigen eingereicht haben. Zitat: "Einige dieser Mitarbeiter hatten bis Ende September Minusstunden auf ihrem Arbeitszeitkonto. Durch erhöhten Krankenstand im Oktober mussten leider zusätzliche Stunden gearbeitet werden, dafür gibt es Freizeitausgleich. In der nächsten Woche planen die Führungskräfte zudem ein klärendes Gespräch. Durch weitere Einstellungen und Entlastungskräften aus anderen Bezirken wird sich die Situation zügig weiter entzerren."

Nachtrag vom 12.11.2021: Laut Hamburger Morgenpost wurden deutlich mehr Überlastungsanzeigen gestellt. Die Rede ist von "mindestens 20 Fahrradzusteller:innen". Die Deutsche Post will nun reagieren und mehr Personal einstellen.


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