Gute Noten für Deutsche Post / Paketsteuer wieder im Gerede / Stampit wiederbelebt


Kunden beurteilen Deutsche Post besser

Das Marktforschungsunternehmen Spectos befragt jedes Jahr ungefähr 2.000 Kunden zur Briefzustellung. Die Ergebnisse werden im sogenannten Briefkastenmonitor veröffentlicht (hier auf spectos.de).

Ein erstaunliches Ergebnis: Viele Befragte empfangen gern Werbeprospekte im Briefkasten. Bei Menschen von 18 - 45 Jahren stehen Prospekte im Beliebtheitsranking auf Platz 3. Noch beliebter sind Briefe und Warensendungen. Unbeliebter sind kostenlose Wochenzeitungen sowie Zeitschriften / Magazine.

Interessant ist auch die Beurteilung der Zustellqualität (Abbildung oben). Die Deutsche Post verbessert sich jährlich um 0,1 Prozentpunkte und liegt vor den privaten Zustelldiensten. 9% der Befragten, also fast jeder Zehnte, war nicht in der Lage, die Zustellqualität zu beurteilen. Dieser Wert symbolisiert vielleicht auch jene Kunden, denen die Zustellung egal ist, weil sie ohnehin wenig Post erhalten.

Wer bei Spectos an Zustelltests teilnehmen möchte, kann sich hier registrieren: mailagenten.de



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Paketsteuer wieder im Gerede

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) hat erneut gefordert, Pakete zu besteuern. Die Einnahmen sollen den Innenstädten zugutekommen. Dort sollen u.a. "Erlebnisräume" geschaffen und Klimaschutzmaßnahmen ergriffen werden, um die Aufenthaltsqualität zu verbessern.

Zwei DStGB-Verantwortliche werden in einer Pressemitteilung wie folgt zitiert: "Die alten Zeiten kommen nicht zurück. Der Onlinehandel wird weiter wachsen, weil die Menschen mit dieser Art des Einkaufens überwiegend gute Erfahrungen gemacht haben. Sie bestellen am Sonntag und bekommen die Lieferung am Montag."

Kritisiert wird, dass Paketdienste die öffentliche Infrastruktur nutzen, vor Ort aber kaum Gewerbesteuern zahlen. Die sogenannte Paketversandsteuer soll laut DStGB-Vorschlag von den "großen Online-Plattformen" eingezogen werden. Also nicht bei den Paketdiensten.



"Stampit" wiederbelebt

Die Internetmarke der Deutschen Post wurde Anfang der 2000er Jahre unter dem Namen Stampit eingeführt. Damals mussten Kunden eine spezielle Software auf dem PC installieren, um Internetmarken zu kaufen.

Seitdem die Desktop-Software abgeschaltet ist, und die Internetmarke nur noch übers Internet verkauft wird, benutzt die Post den Markennamen "Stampit" nicht mehr. Jetzt wurde die Marke vermutlich verkauft, und zwar an die MyPostcard.com GmbH in Berlin. Unter stampit.de betreibt MyPostcard einen Onlineshop für limitierte, teure Briefmarken-Editionen, z.B. von Benjamin Blümchen, Kleiner Prinz und Bibi & Tina.

Bereits 2019 übernahm MyPostcard den Service "Funcard" von der Deutschen Post. Dort konnten Kunden ein Foto hochladen und als echte Postkarte verschicken lassen. Später vergab die Deutsche Post auch eine Lizenz zur Produktion individueller Briefmarken an MyPostcard (deinebriefmarke.de).

So sah die Stampit-Software früher aus:


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