Litauen: Impfärztin fährt im Postauto mit / Siemens steigt aus Paketlogistik aus / DPD kauft frz. Lebensmittel-Marktplatz


Litauen: Impfärztin fährt im Postauto mit

Pfiffige Idee des litauischen Gesundheitsministeriums und der Post: In einer Pilotwoche wird der Postbote im Bezirk Trakai von einer Krankenschwester begleitet. Es handelt sich um eine ländliche Gegend, in der sonst offenbar keine Ärzte ansässig sind. Die Einwohner können sich dort direkt impfen lassen, wenn ihnen die Post zugestellt wird.

Innerhalb der Pilotwoche sollen 200 Senioren besucht und ihnen ein Impfangebot unterbreitet werden. Der Zeitpunkt der Aktion wurde bewusst gewählt, weil die litauische Post zurzeit die Rentenauszahlungen durchführt und deshalb viele Senioren zu Hause anwesend sind.

Falls die Aktion erfolgreich verläuft, soll sie auf weitere Landesteile ausgeweitet werden.

Quelle: lietuvospastas.lt




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Siemens will Sortiertechnik-Sparte verkaufen

Am 31. Mai 1965 nahm Siemens die erste automatische Briefsortieranlage bei der Deutschen Post in Pforzheim in Betrieb. Jetzt, 56 Jahre später, will sich Siemens von dieser Konzernsparte möglicherweise trennen. Reuters berichtet, es seien Berater engagiert worden, um die Sparte Siemens Logistics (www.siemens-logistics.com) für rund eine halbe Milliarde Euro zu veräußern. Ausgenommen ist die Flughafenlogistik mit Gepäckförderanlagen, weil dieses Geschäft wegen Corona schwächelt.

Die Paketlogistik erlebte durch Corona hingegen einen Boom, so dass der Verkaufszeitpunkt für Siemens unter finanziellen Aspekten günstig ist. Laut Handelsblatt zählt die Logistiksparte seit Jahren nicht mehr zum Kerngeschäft von Siemens. Angeblich habe der Konzern 2014 schon einmal einen Verkauf versucht, so Reuters.

Potenzielle Käufer könnten die Firmen Vanderlande, Honeywell, Dematic, Daifuku, Interroll und Van Riet sein. Gegenüber Reuters wollte Siemens die Gerüchte nicht kommentieren.



DPD kauft französischen Supermarkt-Marktplatz

Die DPDgroup übernimmt die Mehrheit des französischen Startups Epicery (www.epicery.com). Das ist ein Marktplatz für regionale Lebensmittelhändler und Floristen. Mit dem gescheiterten DHL-Onlinesupermarkt Allyouneedfresh ist Epicery nicht vergleichbar, weil das Konzept nicht auf Paketversand basiert.

Bestellen können nur Kunden, die sich in der Nähe des jeweiligen Händlers befinden. Die Zustellung erfolgt per Stadtkurier. Je kürzer die Entfernung zum Händler ist, desto geringer sind die Lieferkosten. Bestellt ein Kunde bei unterschiedlichen Händlern, wird die Bestellung nicht zusammengefasst, sondern durch getrennte Kuriere ausgeliefert (mit mehrfachen Versandkosten).

Ein DPD-Manager erklärte, dass DPD die "Expertise im Lebensmittelmarkt stärken" möchte. Bislang habe Epicery ca. 1000 Partnerhändler in 5 französischen Großstädten. Das Standortnetz soll "in Kürze auf mehrere Dutzend weitere Städte" erweitert werden.

Quelle: www.groupelaposte.com


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