Finnische Retouren / Briefwahl / GDSK


Finnland: Retoure mit ursprünglicher Sendungsnummer möglich

Die finnische Posti Group bietet eine interessante Möglichkeit an, Onlinebestellungen zurückzusenden. Ein Rücksendelabel ist verzichtbar, stattdessen braucht der Kunde nur die Sendungsnummer der Ursprungslieferung.

Die Sendungsnummer muss auf der Posti-Website eingegeben werden. Anschließend prüft das System, ob der Absender (Onlineshop) die besondere Retourenfunktion freigeschaltet hat. Wenn ja, übernimmt der Shop das Porto.

Der Kunde erhält einen "Helposti Code", der aufs Paket geschrieben werden muss. Das ist eine Art mobile Briefmarke, bloß für Pakete. Damit kann das Paket via Paketshop oder Paketautomat verschickt werden.



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Zur Briefwahl kein Einschreiben nutzen

Der Spiegel berichtet über eine erwartete Rekord-Teilnahmequote von Briefwählern bei der bevorstehenden Bundestagswahl. Die Deutsche Post sei auf bis zu 60 Prozent Briefwähler vorbereitet. In der Praxis wird mit einem Anteil von 38 Prozent gerechnet (Quelle: Post-Pressemeldung).

Deutsche-Post-Vorstandsmitglied Tobias Meyer sagte dem Spiegel, dass bitte niemand Stimmzettel per Einschreiben zurückschicken soll. Meyer wörtlich: "Die Unterlagen sollten so rückgesendet werden, wie sie vorgesehen sind, da die Auslieferungsverfahren mit den Behörden entsprechend abgestimmt sind."

Die Post hat außerdem eine Internetseite eingerichtet, um Kommunen über die korrekte Gestaltung von Briefwahlunterlagen zu informieren (deutschepost.de). In NRW gab es 2020 einige Probleme mit zu dünnem Papier, zu dunklen Briefumschlägen und zu spät eingelieferten Briefwahlunterlagen.

Übrigens: Für Briefwahlumschläge erhalten Kommunen keinen Rabatt (Quelle: Vertragsmuster zwischen Kommunen und Post, PDF.). Fällig wird das "zum Einlieferungszeitpunkt festgelegte Grundentgelt der Deutschen Post für das maßgebliche Briefprodukt (ohne Zusatzleistungen)". Für Wahlumschläge, die ab dem fünften Werktag nach der Wahl verschickt werden, berechnet die Post außerdem ein Nachentgelt. Es beträgt zurzeit 70 Cent für Standard- und Kompaktbriefe, ab dem Großbrief-Format werden 2 Euro fällig.



Was ist eigentlich mit der GDSK?

Jahrelang brachte das Kürzel GDSK (www.gdsk.de) Onlineshopper um den Verstand und ihr Portemonnaie. Dieses Unternehmen war nämlich für die Zollabfertigung vieler Chinapakete verantwortlich und hat dafür happige Gebühren von ca. 25 Euro berechnet.

Die Gebühren ließen sich durch eine Selbstverzollung zwar vermeiden, doch wenn der Zoll eine Beschau der importierten Ware anordnete, musste der Empfänger persönlich nach Frankfurt anreisen - oder eben GDSK beauftragen. So einen Praxisfall aus 2012 gibt es zum Nachlesen bei blog.teekeramik.com.

Seit einiger Zeit ist es jedoch ruhig geworden um GDSK. Im Paketda-Forum gibt es längst keine Beschwerden mehr über horrende GDSK-Gebühren. Bei Twitter postete eine Nutzerin kürzlich einen Screenshot aus unbekannter Quelle, auf dem steht: "GdSK is no longer a contractual partner since 10/2020 of EMS China Post anymore. Please contact Deutsche Post."


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