USPS will langsamer werden / Royal Mail will samstags weniger liefern / So teuer sind DHL Rücksendungen ab Radefeld


Post in USA will langsamer werden und Porto erhöhen

Die amerikanische Post USPS hat neue Pläne vorgestellt, um zum ersten Mal seit acht Jahren die Zielvorgabe von 95% pünktlich zugestellter Post zu erreichen. Dazu soll die Post teurer und langsamer werden!

Bislang gilt für First-Class-Mail innerhalb Amerikas ein Qualitätsziel von 3 Tagen. Gemäß den neuen USPS-Plänen soll die Frist auf 5 Tage verlängert werden. Um die 95%-Quote zu erreichen, werden also die Anforderungen an die Pünktlichkeit aufgeweicht. Indem Sendungen offiziell länger unterwegs sein dürfen, werden Verspätungen seltener.

USPS-Chef Louis DeJoy beabsichtigt, den Lufttransport von First-Class-Mail um 43% zu reduzieren und auf die Straße zu verlagern. Der Vorsitzende der Regulierungsbehörde Postal Regulatory Commission (PRC) äußerte sich kritisch zu den Plänen. Die Änderungen wurden bislang nicht im Pilotversuch getestet und die Nachteile seien möglicherweise größer als die Vorteile. Auch die unterschiedlichen Effekte auf Postkunden in ländlichen vs. städtischen Regionen seien nicht untersucht worden.

Am 29.08.2021 erhöht USPS das Porto für First-Class-Mail um 6,8% und für Pakete um 8,8%. Mehrere Branchenverbände haben PRC aufgrund der Genehmigung des neuen Portos verklagt. Es gelang jedoch nicht, die Erhöhung im Vorfeld zu verhindern.

Quelle: www.govexec.com



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Briefe und Pakete betroffen: Royal Mail will Samstagszustellung reduzieren

Schon seit einem Jahr wünscht sich Royal Mail die Abschaffung der Samstagszustellung für Briefe. Und jetzt steht auch die samstägliche Paketzustellung auf der Kippe.

Konkret geht es um "signed for"-Pakete. Deren Zustellung sei besonders teuer, weil Zusteller eine Empfängerunterschrift einholen müssen. Um Kosten einzusparen, will Royal Mail diese Sendungen samstags nicht mehr zustellen. Pakete ohne Unterschrift, die beim Empfänger abgestellt werden können, sollen nicht betroffen sein. In einer 6-monatigen Testphase soll Kundenfeedback dazu eingeholt werden.

Die Abschaffung der Samstagszustellung von Briefen wird von der britischen Regulierungsbehörde Ofcom unterstützt. Zur Paketzustellung hat sich Ofcom noch nicht geäußert. Über die Vorhaben kann Ofcom sowieso nicht entscheiden, weil eine Gesetzesänderung durch das britische Parlament notwendig ist.

Quellen: www.dailymail.co.uk | www.telegraph.co.uk



So teuer sind DHL Rücksendungen ab Radefeld

Eine Postkundin aus Weißrussland, deren Paket nach Deutschland aufgrund einer unvollständigen Zollinhaltserklärung in Radefeld abgewiesen wurde, hat den unten abgebildeten Beleg fotografiert. Der Zettel war auf dem zurückgeschickten Paket angebracht. Das Rücksendeentgelt beträgt 15,52 DTS = Sonderziehungsrechte (SZR).

Die künstliche SZR-Währung wird weltweit von Postgesellschaften verwendet, um Dienstleistungen untereinander abzurechnen. In lokale Währung umgerechnet sind 15,52 SZR aktuell 18,69 Euro bzw. 55,78 Belarus-Rubel.

Zum Vergleich: Ein 2kg-Paket von Belarus von Deutschland kostet zurzeit 59,35 Belarus-Rubel. Die Rücksendekosten sind also ungefähr so teuer wie der Hinversand.

Interessante Nebensache: Auf dem Formular befindet sich links unten ein Druckvermerk der Firma CDA IT Systems (www.cda-it-systems.com). Eigenen Angaben zufolge beschäftigt CDA in Backnang ca. 40 Mitarbeiter und produziert Software für die Bearbeitung und Abrechnung internationaler Post.

Rücksendelabel für retourniertes Paket ab Radefeld


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