Paket-Zusatzversicherung / Mobile Paketstationen in China / Royal Mail: Lieferung zum Wunschtermin

Screenshot von Secursus.com

Neuer Anbieter für Paket-Zusatzversicherung

Das französische Unternehmen Secursus (www.secursus.com) bietet seit einigen Monaten auch deutschen Kunden eine Paket-Zusatzversicherung an. Die Gebühr beträgt 0,7% des gewünschten Versicherungswertes.

Beispiel: Eine Paketversicherung bis 1.000 Euro kostet 7 Euro, eine Absicherung bis 5.000 Euro kostet 35 Euro und bei 25.000 Euro sind es 175 Euro. Der maximale Versicherungswert beträgt 100.000 Euro. Ausnahme: Hermes-Pakete sind bis max. 1.000 Euro versicherbar.

Die Secursus-Versicherung muss bis spätestens 23:59 Uhr des Versandtages abgeschlossen werden. Alle gängigen Paketdienste werden akzeptiert, sofern die Ablieferung gegen "Unterschrift eines Erwachsenen" erfolgt. Die Lieferadresse darf kein Paketshop sein, keine Packstation oder sonstige "virtuelle Adresse". Die Versicherung gilt für nationale wie internationale Pakete, sofern die Lieferzeit nicht mehr als 14 Tage beträgt. Einige Zielländer mit Kriegen oder Korruption sind ausgeschlossen, darunter auch Russland.

Bevor Secursus Schadenersatz auszahlt, wird der Anspruch streng geprüft. Der Kunde muss den Wert des Paketinhalts mit Belegen oder einem Sachverständigengutachten nachweisen, außerdem müssen Bilder vom Produkt und der Paketverpackung eingereicht werden. Es wird eine Doppelverpackung mit Innen- und Außenkarton verlangt. Nimmt der Empfänger ein beschädigtes Paket an, ohne den Schaden direkt beim Boten zu melden, verfällt der Schadenersatzanspruch. Zusätzlich muss der Kunde eine "vom Lieferdienst ausgestellte Schadensbescheinigung" einreichen.

Die AGB von Secursus sind schlecht übersetzt, was nicht vertrauenswürdig wirkt. Nachtrag: Die AGB wurden zwischenzeitlich aktualisiert und sind jetzt auf Englisch verfügbar; nicht mehr auf Deutsch. Als Alternative sind spezialisierte Wertkuriere wie www.intex-paketdienst.de empfehlenswert.



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Mobile Paketstationen in China

Der E-Commerce- und Logistik-Anbieter JD.com aus China hat fahrbare Paketstationen entwickelt, die eigenen Angaben zufolge das autonome Fahren auf Level 4 beherrschen. Das ist die zweithöchste Stufe und bedeutet, dass der normale Fahrbetrieb nicht menschlich überwacht werden muss. Manuelle Eingriffe sind nur in Ausnahmesituationen notwendig.

JD liegt damit in der technischen Entwicklung vorn. Die fahrbaren Paketstationen von Cleveron (Estland) benötigen ständige Überwachung, und US-Hersteller Udelv plant zwar Level-4-Lieferwagen, hat sie aber noch nicht auf dem Markt (Paketda berichtete).

Die Reichweite der JD-Lieferroboter soll 60 km betragen, die Höchstgeschwindigkeit 30 km/h und die maximale Zuladung 150 kg. Seit 2020 setzt JD die Fahrzeuge gezielt in Städten ein, die stark von Corona betroffen sind. Eigenen Angaben zufolge wurden seitdem mehr als 13.000 Sendungen ausgeliefert.

Quellen: jdcorporateblog.com, 1 | 2 | 3

Fahrbare Mini-Paketstationen von JD.com



Royal Mail: Je genauer der Lieferzeitpunkt, desto teurer das Porto

Die britische Royal Mail will offenbar drei neue Preis- und Qualitätsklassen in der Paketzustellung einführen. Im günstigsten Tarif entscheidet Royal Mail selber, wann ein Paket den Empfänger erreicht. Im mittleren Tarif kann der Kunde einen Liefertag + Abstellort wählen. Und im besten, teuersten Tarif kann ein Liefertag mit Zeitfenster gewählt werden.

Die Zeitung Mail on Sunday berichtet, dass die Pläne nicht vor 2022 umgesetzt werden. Spannend bleibt die Frage, wie genau der Liefertermin gebucht wird. Am praktischsten wäre es wohl, wenn der Absender nur das günstige Basisporto bezahlt und der Empfänger bei Bedarf die Lieferung zum Wunschzeitpunkt hinzubucht.

So hatte es DHL in Deutschland auch mal angeboten. Mangels Nachfrage wurde die Lieferung zur Wunschzeit wieder eingestellt. Die Lieferung zum Wunschtag bietet DHL weiterhin an; für Absender kostenpflichtig (99 Cent) und für Empfänger kostenlos.

Quelle: www.thisismoney.co.uk


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