Mehr Kartons im Altpapier / Zusteller lud wertvolle Pakete ins Privatauto


Versandkartons verstopfen Altpapiercontainer

In München lässt sich das verstärkte Onlineshopping an gut gefüllten, teilweise überfüllten Altpapiercontainern und Papiertonnen erkennen. Die Münchener Wohnungsbaugesellschaft GWG erwägt deshalb eine wöchentliche Altpapier-Leerung statt wie bisher alle 14 Tage, berichtet www.tz.de.

Damit in die Tonnen mehr Altpapier hineinpasst, seien die GWG-Hausmeister mit dem Zerkleinern von Kartons beschäftigt. Die Abfallwirtschaftsbetriebe München bemängeln, dass manche Menschen unzerkleinerte Kartons einfach neben den Containern abstellen.

Andreas Mehn von den Darmstädter Entsorgungsbetrieben: "Wir benötigen viel mehr Container als früher und transportieren immer mehr Luft in die Recyclinganlagen, da die aufgestellten Kartons in den Tonnen zu viel Platz wegnehmen." Deshalb hat der Verband der Wellpappen-Industrie (VDW) die Aktion "Mach's flach" ins Leben gerufen. Mit Aufklebern auf Altpapiertonnen sollen Bürger an das Zerkleinern der Kartons erinnert werden. Quelle: VDW-Magazin, PDF.

Anders als man vermuten könnte, profitieren die deutschen Wellpappenhersteller nicht vom Onlineshopping-Boom. Von Januar bis September 2020 ging der Absatz um 0,2 Prozent zurück (Quelle).



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Dreister Paketdieb in Österreich geschnappt

Ein Zusteller in Hörsching in Oberösterreich wurde am vergangenen Mittwoch von einem Kollegen dabei beobachtet, wie er mehrere Pakete in seinen Privatwagen einlud. Der Vorfall ereignete sich gegen Feierabend um 17 Uhr. Die alarmierte Polizei fand heraus, dass der 27-jährige Slowake seit Anfang 2021 schon mehrere wertvolle Pakete mit Smartphones und Laptops unterschlagen hatte. 11 Taten gestand der Beschuldigte. Die Masche funktionierte laut Polizeimeldung so:

Aufgrund der Verpackung erkannte er Sendungen mit wertvollem Inhalt. Diese stellte er nicht zu, sondern behielt sie für sich. Im Anschluss an seine Schicht lud er die zurückbehaltenen Pakete in seinen privaten Pkw und fuhr jedes Wochenende zu seiner Familie in die Slowakei, wo er die Geräte verkaufte.

Laut ORF.at liegt die Schadenshöhe bei 15.000 Euro. In Hörsching betreiben DPD, UPS und DHL Express Paketzentren.

Vielen Dank an Paketda-Leser Matthias S. für den Hinweis.


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