Hermes testet Packtaschen für Lieferwagen / Hermes-Hotline jetzt günstiger / Posträuber Biggs starb traurig


Hermes erprobt Packtaschen wie bei Amazon Logistics

Marco Schlüter, Chief Operating Officer bei Hermes, berichtet von anhaltend hohen Sendungsmengen. Die Mengen der letzten Januarwoche 2021 liegen knapp 30 Prozent höher als in der gleichen Woche 2020.

"Um dem Trend der steigenden Sendungsmengen zu begegnen, sind wir kontinuierlich dabei, neuartige, fortschrittliche Lösungen rund um unser Ökosystem 'Paket' zu testen und auf den Weg zu bringen", so Schlüter in einem Bericht unter newsroom.hermesworld.com.

Eine solche neuartige Lösung testen jetzt Hermes-Zusteller in Bayern. Felix Meißgeier vom Software-Hersteller Viscopic erklärt: "Wir unterteilen die große Frachtmenge zunächst in kleine Portionen, die jeweils in einer Packtasche Platz finden." Die Taschen werden entsprechend des Verlaufs der Zustelltour in die Lieferwagen geladen. Und in der Zusteller-App wird angezeigt, welche Tasche gerade an der Reihe ist. Den Hermes-Boten soll dadurch die zeitaufwändige Suche nach Paketen erspart werden.

Genau das gleiche Verfahren nutzt übrigens Amazon Logistics (Paketda berichtete). Die Amazon-Fahrer bekommen sogar vorbefüllte Packtaschen, die bloß noch ins Fahrzeug eingeladen werden müssen.



Hermes-Hotline jetzt günstiger erreichbar

Hermes hat die alte Servicenummer 01806-311211 zu Gunsten einer normalen Festnetzrufnummer getauscht. Die alte Nummer kostete Kunden 20 Cent pro Anruf aus dem Festnetz und max. 60 Cent bei Anrufen aus Mobilfunknetzen.

Die neue Hermes-Hotline lautet 040 593 551 111. Sie ist offiziell im Impressum auf myhermes.de veröffentlicht. Die Hotline ist täglich von 8 bis 19 Uhr erreichbar, außer sonntags.



Berühmter Posträuber Biggs: "Habe mein Leben vergeudet"

Ein Rentner aus Kleinblittersdorf im Saarland hat ein Buch über seine Freundschaft zum Posträuber Ronnie Biggs veröffentlicht. Die beiden lernten sich 1995 in Rio de Janeiro kennen. Dorthin war Ronald "Ronnie" Biggs nach einem Gefängnisausbruch geflohen. Weil er in Brasilien nicht arbeiten durfte, verkaufte Biggs Fanartikel von sich und soll Touristen für 60 US-Dollar "ein Frühstück mit einem echten Verbrecher" angeboten haben (Quelle: Wikipedia).

Der Kleinblittersdorfer erzählt im Buch, dass er Biggs als humorvollen Mann erlebte, und dass sie "gemeinsam durch die Kneipen zogen oder Weihnachten zusammen feierten". Quelle: Bild.de.

Von dem erbeuteten Geld (nach heutigen Maßstäben ca. 63 Millionen Euro) soll Biggs angeblich kaum etwas übrig geblieben sein. Er bezahlte davon u.a. Fluchthelfer und eine Gesichts-OP. "Am Ende sagte er, dass er sein Leben vergeudet hat.", so Biggs ehemaliger Freund aus Kleinblittersdorf. Biggs starb 2013.



PostNL übergibt Postkarten nach Deutschland an Postcon

Eine Postkarte aus den Niederlanden wurde heute bei Paketda-Redakteur Marco Klass durch den privaten Briefdienst Postcon zugestellt.

Von Postcon zugestellte Postkarte
Postcon wurde einst als Gemeinschaftsunternehmen von der niederländischen Post und Hermes gegründet (vgl. Wikipedia).

Dass PostNL-Sendungen in Deutschland von Postcon zugestellt werden, ist eigentlich keine Besonderheit. Bei Chinabestellungen, die PostNL via Niederlande nach Deutschland importiert, kommt das ständig vor.

Bei einer privaten Postkarte aus den Niederlanden ist die Übergabe an Postcon jedoch selten. Sortiert PostNL die Sendungen möglicherweise schon in den Niederlanden nach Zielregionen, um sie entweder an Postcon oder die Deutsche Post zu übergeben?

Und wie wird dieser Transport zwischen den Postgesellschaften wohl verrechnet? Die von PostNL an Postcon übergebenen Mengen müssten von der Vergütung der Deutschen Post abgezogen werden und stattdessen Postcon zufließen. Denn gratis wird Postcon die Postkarten wohl nicht befördern. Das Unternehmen ist nämlich keine Tochter von PostNL mehr sondern im Besitz eines Frankfurter Private-Equity-Investors (vgl. www.quantum-capital-partners.com).


  Veröffentlicht am   |   Autor:

✉ Verpassen Sie nichts mit dem Paketda-Newsletter: Kostenlos abonnieren per E-Mail oder bei Telegram



Mehr Paketdienst-News