Corona-Lockdown: Pakete im Hermes-Paketshop eingeschlossen

Lieferwagen von Hermes vor einem Paketshop
Verzweifelte Lage für einige Hermes-Kunden in Ulm: In einem Einkaufzentrum im Stadtteil Böfingen sind mehrere Pakete eingeschlossen, die Kunden dort vor Weihnachten in einem Hermes-Paketshop abgegeben haben. Dann kam der Lockdown, das Geschäft musste schließen und die Pakete lagern seitdem im "Nähstüble".

Weil mehrfache Reklamationen beim Hermes-Kundenservice nichts brachten, wandte sich eine Kundin an die Südwest Presse. Die Zeitung fragte daraufhin bei Hermes nach, warum die Pakete nicht aus dem Laden abgeholt und weitertransportiert werden.

Laut Hermes seien Kontaktversuche mit der Ladeninhaberin gescheitert. Die Zeitung konnte die Inhaberin hingegen telefonisch erreichen, weil an der Ladentür ein Zettel mit ihrer Handynummer hängt.

Trauriges Fazit: Hermes nimmt für die Pakete Verlustmeldungen auf. Weil seit Mitte Dezember bereits mehr als 3 Wochen verstrichen sind, greift die Verlustvermutung nach § 424 HGB und Kunden können mit einer Schadenersatz-Zahlung rechnen. Und dass, obwohl die Pakete gar nicht verloren sind sondern durchs Schaufenster gut zu sehen ...

Nachtrag vom 15.02.2021: Hermes hat es nun geschafft, die Pakete aus dem Paketshop abzuholen. Ausführlicher Bericht bei www.swp.de.


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