DPD-App ohne Trinkgeld / Unzustellbare Dialogpost wird vernichtet

Trinkgeld-Funktion in der DPD-App

DPD hat Trinkgeld-Funktion wohl abgeschaltet

Mehrere Nutzer haben bestätigt, dass sie in der DPD-App seit einigen Monaten keine Möglichkeit mehr haben, Zustellern ein Trinkgeld zu zahlen. Das spricht dafür, dass DPD die Trinkgeld-Funktion aus der App entfernt hat.

DPD hatte die Trinkgeld-Funktion im Dezember 2015 eingeführt; zusammen mit einer Sternchen-Bewertung der Zustellqualität (Paketda berichtete). Zusteller konnten bei DPD ihre Paypal-Adresse hinterlegen und so Trinkgeld von Kunden empfangen. Die Zahlung ging direkt vom Paketempfänger an den Zusteller, also ohne die Zwischenschaltung von DPD.

Laut Süddeutscher Zeitung hatten sich rund ein Viertel der DPD-Zusteller für die Trinkgeld-Funktion freigeschaltet.



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Gefährlich: Dialogpost wird bei Unzustellbarkeit vernichtet

Der Versandhändler Werkhaus hat kürzlich einen neuen Jahreskatalog an seine Kunden verschickt. Dabei kam es zu einem Fehler in der Adressdatenbank, so dass "95% der Kataloge im Post-Universum verloren" gegangen sind, wie es auf der Herstellerwebsite heißt.

Laut eurodruck-hh.de betrug die Auflage des Werkhaus-Katalogs im Jahr 2017 mehr als 100.000 Stück. Angenommen, dass in 2020 vielleicht 90.000 Kataloge per Post verschickt wurden, und jeder Katalog 400 Gramm wiegt, so beträgt das Dialogpost-Porto zwischen 67.000 und 71.000 Euro je nach Rabatthöhe für vorsortierte Sendungen. Quelle: deutschepost.de.

Unzustellbare Dialogpost wird von der Deutschen Post kommentarlos vernichtet. Mit dem Zusatzservice "Premium Adress" kann der Absender elektronische Informationen über die Ursachen der Unzustellbarkeit erhalten. Falls Werkhaus diesen Service gebucht hat, werden zusätzlich 28 Cent pro Sendung fällig (vgl. deutschepost.de). Die Sendungen werden aber trotzdem vernichtet.

Dass unzustellbare Dialogpost im Mülleimer landet, lässt sich nur mit dem Service "Premiumadress Retoure" vermeiden, der 25 Cent pro Sendung kostet. Die Rücksendung ist aber nur für eingeschweißte Kataloge buchbar ("Dialogpost mit Umhüllung"); vermutlich, damit Rücksendelabel den Sendungsinhalt nicht beschädigen.


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