DHLs Mondfahrt / Trackingexperiment bei Hermes / DHL plant keine Sonntagsarbeit

Bestellung einer DHL Moonbox

Für 460 Dollar schießt DHL Minipakete auf den Mond

Im Jahr 2000 transportierte die Deutsche Post als Beiladung einer Forschungsrakete 2.000 Briefe in den Weltraum. Ein Teil der Briefe verblieb im All, der Rest segelte an einem Fallschirm zurück auf die Erde und wurde den Empfängern auf dem Postweg zugestellt.

Damals handelte es sich um eine Werbeaktion, die für die ausgelosten Teilnehmer kostenlos war. Für 2021 plant DHL eine ähnliche Aktion, aber eine Nummer spektakulärer. Über die Website www.astrobotic.com können Kunden eine sogenannte MoonBox buchen, die auf den Mond geschossen wird und dort verbleibt.

Die kleinste MoonBox misst ca. 1,27 x 1,27 x 0,31 cm und kostet 460 US-Dollar Porto. DHL gibt Kunden Anregungen, was in die Box hinein gelegt werden kann. Zum Beispiel Liebesbriefe, ein ausgedrucktes Firmenlogo, ein Zettel mit Unterschrift, Sand vom Lieblingsstrand, ein Ring oder eine Haarlocke.

Der Preis ist happig aber wohl gerechtfertigt. Laut DHL kostet der Transport von 1kg Masse auf die Mondoberfläche 1,2 Millionen US-Dollar. Wenn man diese Summe durch 460 Dollar teilt, ergeben sich ca. 2.600 Boxen, die zur Kostendeckung verkauft werden müssen. Ursprünglich sollten die MoonBoxen schon 2019 ins All geschossen werden.

Quellen: www.welt.de | www.dpdhl.com | www.presseportal.de | books.google.de




Hermes experimentiert mit reduziertem Tracking

Wer das Tracking unter myhermes.de auf dem Smartphone nutzt, erhält einen Hinweis eingeblendet, eine neue Sendungsverfolgung auszuprobieren. Die findet man hier.

Erschreckend: Die Sendungsverfolgung hat überhaupt keinen detaillierten Sendungsverlauf. Es wird nur das voraussichtliche Lieferdatum angezeigt, ggf. ein Zeitfenster und eine beauftragte Wunschzustellung.

Was mag sich Hermes dabei gedacht haben? Diese neue Sendungsverfolgung hat ähnlich wenig Aussagekraft wie das Brieftracking der Deutschen Post.



DHL plant derzeit keine Sonntagsarbeit

In einem Artikel bei www.waz.de wird über den Zustellstützpunkt Gladbeck berichtet. Die WAZ erkundigte sich bei der Deutschen Post, ob Pakete aufgrund der hohen Mengen auch sonntags zugestellt werden.

Eine Pressesprecherin antwortete, das es derzeit nicht geplant sei. Und selbst wenn eine Sonntagszustellung realisiert werde, dann bevorzugt in größeren Städten und nicht in Gladbeck (ca. 75.000 Einwohner). Damit sich Pakete nicht aufstauen, beschäftigt Deutsche Post DHL zusätzliche Zusteller, die auch in Gladbeck in den Abendstunden bis 21 Uhr unterwegs sind.


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