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DHL-Mondpakete unzustellbar & verglüht

Start der Rakete mit DHL-Minipaketen an Bord
Am Montag, 8. Januar 2024, schoss DHL in Kooperation mit dem Unternehmen Astrobotic 151 Minipakete in Richtung Mond. Die Landung war eigentlich für den 23. Februar geplant. Doch daraus wurde nichts.

Laut cnn.com wurde die Mission abgebrochen, als wenige Stunden nach dem Raketenstart ein Treibstoffleck an der Landefähre Peregrine entdeckt wurde. Dadurch entstehende Antriebsprobleme machen eine sanfte Mondlandung von Peregrine mit den DHL-Paketen an Bord unmöglich.

Der Abbruch des Mondlandeversuchs ist sowohl für Astrobotic schmerzlich als auch für die Kunden, die Fracht an Bord gebucht hatten (u.a. NASA, DHL, DLR). Astrobotic ließ die Raumfähre kontrolliert abstürzen. Sie verglühte am 18. Januar über dem Südpazifik (Quelle).

DHL liefert Pakete auf den Mond





Raketenstart erfolgte mit jahrelanger Verspätung

Im Jahr 2020 verkaufte DHL in Kooperation mit dem US-Unternehmen Astrobotic Lieferungen auf den Mond. 460 Dollar Porto kostete eine Minibox im Format 1,27 x 1,27 x 0,31 cm. Darin konnten Kunden z.B. gefaltete Briefe, einen Ring oder eine Haarlocke verstauen.

Aufgrund Verzögerungen beim Start der Trägerrakete "Vulcan" konnten die gebuchten Boxen erst am 8. Januar 2024 ihre Reise zum Mond antreten. Die Landung ist für den 23. Februar geplant. DHL bezeichnet den Start als "historischen Meilenstein".

Laut DHL wurden 151 Moonboxen gebucht. Eine nutzt DHL selbst und hat dort einen USB-Stick hineingelegt mit 100.000 via Social Media eingereichten Liebesbekundungen (siehe inmotion.dhl). Die Liebesschwüre sind allerdings schon drei Jahre alt - möglicherweise haben einige ihre/n Ex schon vorher zum Mond geschossen.



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So berichtete Paketda 2020

Bereits im Jahr 2000 transportierte die Deutsche Post als Beiladung einer Forschungsrakete 2.000 Briefe in den Weltraum. Ein Teil der Briefe verblieb im All, der Rest segelte an einem Fallschirm zurück auf die Erde und wurde den Empfängern auf dem Postweg zugestellt.

Damals handelte es sich um eine Werbeaktion, die für die ausgelosten Teilnehmer kostenlos war. Für 2021 plant DHL eine noch spektakulärere Aktion. Über www.astrobotic.com können Kunden eine sogenannte MoonBox buchen, die auf den Mond geschossen wird und dort verbleibt.

Die kleinste MoonBox misst ca. 1,27 x 1,27 x 0,31 cm und kostet 460 US-Dollar Porto. DHL gibt Kunden Anregungen, was in die Box hinein gelegt werden kann. Zum Beispiel Liebesbriefe, ein ausgedrucktes Firmenlogo, ein Zettel mit Unterschrift, Sand vom Lieblingsstrand, ein Ring oder eine Haarlocke.

Der Preis ist happig aber wohl gerechtfertigt. Laut DHL kostet der Transport von 1kg Masse auf die Mondoberfläche 1,2 Millionen US-Dollar. Wenn man diese Summe durch 460 Dollar teilt, ergeben sich ca. 2.600 Boxen, die zur Kostendeckung verkauft werden müssen. Ursprünglich sollten die MoonBoxen schon 2019 ins All geschossen werden.

Quellen: www.welt.de | www.dpdhl.com | www.presseportal.de | books.google.de

Bestellung einer DHL Moonbox


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