UPS Deutschland sucht Servicepartner / Beiruter Postbote spricht über Arbeit nach Explosion / Kein Amazon-Morning-Express mehr


UPS sucht selbstständige Servicepartner

Bei Facebook hat UPS auf ein (neu gestartetes?) Servicepartner-Programm hingewiesen. Wörtlich heißt es: "Als Geschäftsinhaber, der eine Fahrzeugflotte betreibt, besteht nun die Möglichkeit einer Zusammenarbeit mit UPS."

Auf der zugehörigen Infoseite bei www.ups.com/de/ werden Unternehmer gesucht, die eigenverantwortlich Zusteller einstellen und eine Fahrzeugflotte betreiben. Ein Servicepartner bedient in der Regel 20 bis 30 Touren pro Tag. Er darf eigene Fahrzeuge verwenden, sofern sie die Sicherheitsanforderungen von UPS erfüllen.

Auf den UPS-Websites für die Schweiz, Österreich, Frankreich, Spanien, Belgien, Niederlande, Dänemark und Tschechien ist kein Servicepartner-Programm zu finden. In UK, Italien, Polen und eben Deutschland gibt es hingegen das Servicepartner-Programm. UPS gilt bislang als Paketdienst mit verhältnismäßig wenigen Subunternehmern und vielen direkt bei UPS angestellten Vollzeit-Zustellern.



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Schwierige Postzustellung nach Explosion in Beirut

Am 4. August 2020 explodierten im Hafen von Beirut ca. 2.700 Tonnen Ammoniumnitrat. Mehr als 200 Menschen starben, tausende wurden verletzt und zehntausende Gebäude sollen beschädigt oder zerstört worden sein.

Postbote Mohammad Fakro, zu dessen Ausliefertour auch das Hafengebiet gehört, berichtet bei www.upu.int von den Tagen nach der Explosion. Nach 3 Tagen nahm LibanPost die Arbeit wieder auf. Anfangs habe er im Trümmerfeld viele Menschen angetroffen, die dort mit Aufräum- und Bergungsarbeiten beschäftigt waren. Sie konnten dem Zusteller Hinweise geben, welche Empfänger bei der Explosion gestorben sind und welche Überlebenden in anderen Stadtteilen eine neue Bleibe gefunden haben.

Manchmal ist auf Briefumschlägen eine Telefonnummer des jeweiligen Empfängers angegeben, so dass er ausfindig gemacht werden kann. Von einigen Kunden fehlt jedoch jede Spur. Ihre Post wird vorerst gelagert, in der Hoffnung, dass sie sich noch bei LibanPost melden und eine neue Lieferadresse mitteilen.

Mohammad Fakro wagte es auch, ein oder zwei beschädigte Gebäude zu betreten, befürchtete aber jederzeit einen Einsturz. Um sein eigenes, beschädigtes Haus notdürftig reparieren zu lassen, nahm er einen Kredit auf.



Amazon hat Morning-Express abgeschafft

Ein aufmerksamer Paketda-Leser wies darauf hin, dass Amazon keinen Versand per Morning-Express mehr anbietet. Der entsprechende Eintrag ist von der Amazon-Infoseite über Versandarten verschwunden. Laut Internet-Archiv web.archive.org wurde Morning-Express letztmals am 30. Juni 2020 auf der Website gesichtet.

Per Morning-Express garantierte Amazon eine Lieferung bis 12 Uhr des Folgetages. Prime-Kunden mussten 5 Euro Aufschlag pro Artikel bezahlen und Nicht-Prime-Kunden 9,99 Euro pro Lieferung.

Vielleicht wurde Morning-Express eingestellt, weil der gewöhnliche Prime-Versand von Amazon bis 18 Uhr zuverlässig genug ist und Kunden keinen Bedarf haben für eine frühe Lieferung vor 12 Uhr.


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