GLS-Onlinefrankierung bietet keinen Käuferschutz mehr

Im Mai 2020 überraschte GLS seine Privatkunden mit der Einführung des Trusted-Shops-Käuferschutzes. Bei Buchung einer Paketmarke unter gls-one.de wurde der Kauf mit Trusted Shops abgesichert.

Das ist nun Geschichte. Auf dem ehemaligen GLS-Händlerprofil unter www.trustedshops.de heißt es: "Dieser Shop ist kein Trusted Shops Mitglied mehr."

Der Nutzen des Käuferschutzes war ohnehin fraglich. Paketverluste oder -schäden wurden damit nicht abgesichert.

Trusted Shops wird hauptsächlich von klassischen Onlineshops verwendet, die z.B. Tierfutter, Bekleidung oder sonstige Waren verkaufen. Die Nutzung von Trusted Shops durch einen Paketdienst war eine Neuheit.

In den GLS-Nutzerbewertungen spiegelte sich die Verwirrung einiger Kunden wider. Beschwerte sich jemand z.B. über Lieferzeiten oder Lieferqualität, reagierte GLS mit dieser Standardantwort:

"Vielen Dank für Ihre Bewertung. Wir betreuen jedoch nur die Anliegen rund um die Funktionalität der gls-one.de. Ihre Meinung ist uns aber sehr wichtig, daher werden wir Ihr Feedback an die zuständige Abteilung weiterleiten."

GLS versuchte Kunden also darauf hinzuweisen, dass sich Trusted Shops nur auf die Onlinefrankierung bezieht und nicht auf den Pakettransport. Diesen Unterschied hat aber niemand verstanden. Deshalb ist es folgerichtig, dass die Garantie abgeschafft wurde.


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