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UK: Hund biss Postboten durch Briefschlitz


Die englische Lokalzeitung Watford Observer berichtet über eine Gerichtsverhandlung anlässlich eines Hundebisses, bei dem ein Postbote seine Fingerkuppe verlor.

Der Vorfall passierte an einem in eine Haustür eingelassenen Briefschlitz. Der Postbote warf Sendungen durch den Schlitz und geriet dabei mit seinen Fingern in das Innere des Hauses. Dort lag offenbar ein Hund auf der Lauer, der sofort zuschnappte.

Der Besitzer des Hundes meinte, sein Hund sei schon oft allein zu Hause gewesen und habe noch nie jemanden angegriffen. Das Gericht urteilte zu Gunsten des Postboten bzw. seines Arbeitgebers. Werden Lieferanten, die etwas durch Briefschlitze einwerfen, von einem Hund gebissen, drohen dem Halter bis zu 5 Jahre Haft.

Britische Hundebesitzer sind nun aufgefordert, entweder Auffangkästen hinter den Briefschlitzen zu installieren, in denen eingeworfene Post landet. Oder Hunde müssen von der Haustür ferngehalten werden.

Die Klage hatte Royal Mail beim englischen High Court eingereicht. Nach dem Urteil sagte ein Sprecher von Royal Mail, Briefkästen sollten eine No-Go-Zone für Haustiere sein. "Selbst der liebenswerteste Hund kann eine Gefahr für Postmitarbeiter darstellen. ... Wenn sie das Gefühl haben, ihre Familie beschützen zu müssen, können sie unberechenbar werden."

Nachtrag vom Juli 2021: In Ipswitch wurde ein vergleichbarer Fall verhandelt. Laut BBC-Bericht bekam vor Gericht zunächst der Kunde Recht, in höherer Instanz wurde das Urteil jedoch zu Gunsten von Royal Mail aufgehoben. Britische Hausbesitzer müssen ihre Briefkastenschlitze so schützen, dass Hunde die Hände von Postzustellern nicht angreifen können.


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