UK: Hund biss Postboten durch Briefschlitz / Bürger sind gegen neues Briefzentrum / DPD erweitert Paketzentrum Hamm


Großbritannien: 5 Jahre Haft möglich, wenn Hund Postboten beißt

Die englische Lokalzeitung Watford Observer berichtet über eine Gerichtsverhandlung anlässlich eines Hundebisses, bei dem ein Postbote seine Fingerkuppe verlor.

Der Vorfall passierte an einem in eine Haustür eingelassenen Briefschlitz. Der Postbote warf Sendungen durch den Schlitz und geriet dabei mit seinen Fingern in das Innere des Hauses. Dort lag offenbar ein Hund auf der Lauer, der sofort zuschnappte.

Der Besitzer des Hundes meinte, sein Hund sei schon oft allein zu Hause gewesen und habe noch nie jemanden angegriffen. Das Gericht urteilte zu Gunsten des Postboten bzw. seines Arbeitgebers. Werden Lieferanten, die etwas durch Briefschlitze einwerfen, von einem Hund gebissen, drohen dem Halter bis zu 5 Jahre Haft.

Britische Hundebesitzer sind nun aufgefordert, entweder Auffangkästen hinter den Briefschlitzen zu installieren, in denen eingeworfene Post landet. Oder Hunde müssen von der Haustür ferngehalten werden.

Die Klage hatte Royal Mail beim englischen High Court eingereicht. Nach dem Urteil sagte ein Sprecher von Royal Mail, Briefkästen sollten eine No-Go-Zone für Haustiere sein. "Selbst der liebenswerteste Hund kann eine Gefahr für Postmitarbeiter darstellen. ... Wenn sie das Gefühl haben, ihre Familie beschützen zu müssen, können sie unberechenbar werden."



2.500 Einwohner aus Germering sind gegen neues Briefzentrum

Der Neubau eines Briefzentrums in Germering entwickelt sich zu einer zähen Angelegenheit. Einen Überblick über das Hin und Her gibt das Zeitungsarchiv bei Merkur.de.

Die neueste Aktion ist eine Unterschriftensammlung von Bürgern, die den Bau des Briefzentrums verhindern wollen (siehe merkur.de). Die Kritiker haben dafür mehr als 2.500 Unterschriften gesammelt und bemängeln, dass der Verkehr im Ort zunehmen wird, das Briefzentrum keinen signifikanten Nutzen habe und viel Bauland verbrauche.

Im Januar 2020 hatte sich der Stadtrat Germerings "mit deutlicher Mehrheit" für den Bau des Briefzentrums ausgesprochen. Deshalb ist zu erwarten, dass der Stadtrat das nun gestartete Bürgerbegehren letztendlich ablehnen wird. Sind die gesammelten Unterschriften gültig, muss es aber in jedem Fall eine erneute Abstimmung im Stadtrat geben.

Die Deutsche Post hat laut Zeitungsbericht entschieden, die Briefzentren in Starnberg und München länger zu betreiben als geplant. Eigentlich sollte der Neubau in Germering Ende 2021 oder Anfang 2022 fertig werden. Die Post rechnet nun mit einem späteren Zeitpunkt.

Nachtrag vom 6.10.2020: Das Bürgerbegehren gegen das neue Briefzentrum wurde als unzulässig eingestuft. Mehr dazu bei Merkur.de.



Erst 2019 eröffnet: DPD will Paketzentrum Hamm aufrüsten

Vor einem Jahr, im August 2019, wurde das neue Paketzentrum von DPD in Hamm in Betrieb genommen. Unerwartet schnell sollen jetzt Erweiterungspläne umgesetzt werden. Grund sind stark steigende Paketmengen.

In einem Bericht bei wa.de äußert sich ein DPD-Sprecher: "Das Wachstum der Paketmengen am Standort Hamm liegt aufgrund des Paket-Booms im Kontext der Corona-Pandemie deutlich über den Erwartungen."

Während letztes Jahr ca. 80.000 Pakete in Hamm bearbeitet wurden, so sind es aktuell ca. 140.000 Pakete pro Tag. Die Sortiertechnik soll aufgerüstet werden und die Mitarbeiterzahl von 500 auf 800 steigen. Über einen Anbau denkt DPD ebenfalls nach, um die Anzahl der Verladetore zu erhöhen.


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