Postfilialen bekommen Pads für digitale Unterschriften / GLS-Livetracking ist wohl weg / DHL arbeitet neue Zusteller 4 Wochen lang ein

Pad für digitale Unterschrift bei DHL

Unterschrift-Pads in Filialen von Deutsche Post DHL

Verschiedene Postkunden berichteten der Paketda-Redaktion, dass Deutsche Post DHL ihre Partner-Filialen neuerdings mit Unterschriften-Pads ausstattet. Genauer gesagt: die Pads sind schon länger vorhanden, aber die Unterschrifts-Funktion war bislang nicht aktiviert. Früher konnten die Pads nur Kartenzahlungen abwickeln.

Wer ein lagerndes Paket abholt, musste in der Filiale bislang auf einem Papierbeleg unterschreiben, der anschließend per Handscanner digitalisiert wurde.

Das Ausdrucken des Papierbelegs sowie das Einscannen entfallen durch das neue Unterschriften-Pad. Die Unterschrift des Kunden wird direkt digital abgespeichert. Gegenüber dem Marco-Klass-Logistikblog sagte ein Filialbetreiber, er spare dadurch wöchentlich 6 bis 8 Bonrollen ein.

Alter Unterschriftsbeleg bei Deutsche Post DHL auf Bonrolle


GLS-Livetracking wahrscheinlich abgeschafft

Anfang Juli 2020 veröffentlichte GLS eine neue Version seiner Smartphone-App (Quelle: gls-newsroom.de). Ein aufmerksamer Nutzer hat nun festgestellt, dass in der App keine Livetracking-Funktion mehr integriert ist wie früher. In den von GLS veröffentlichten App-Beschreibungen wird das Livetracking ebenfalls nicht erwähnt.

Ein großer Verlust ist das GLS-Livetracking aus Kundensicht nicht, weil es mit der Genauigkeit des DPD-Livetrackings nicht mithalten konnte. Die Anzeige des GLS-Lieferwagens auf einer Karte war ohne praktischen Nutzen, weil sich der Wagen willkürlich bewegte und der Empfänger keinen Rückschluss auf die Ankunft an seiner Adresse ziehen konnte.

Das GLS-Livetracking wurde im April 2018 eingeführt (Paketda berichtete) und seitdem technisch nicht weiterentwickelt.



DHL arbeitet neue Paketzusteller 4 Wochen lang ein

Die Rheinische Post berichtete kürzlich über die DHL-Zustellbasis in Krefeld. Aufgrund des steigenden Paketvolumens wurden dort kurzfristig viele neue Paketzusteller gesucht. Unter anderem bewarb sich ein Koch, der im Zuge der Corona-Krise seinen Job verlor.

Der Leiter der Zustellbasis sagte, dass neue Mitarbeiter 4 Wochen lang eingearbeitet werden. "Verkürzen macht keinen Sinn, dann geht der Schuss nach hinten los. Wir wollen unsere Mitarbeiter langfristig halten, und das geht nur, wenn sie gut vorbereitet in die Arbeit einsteigen", so der örtliche DHL-Leiter.

Zur Einarbeitung gehören beispielsweise das Rangieren mit dem Lieferwagen, der Umgang mit dem Handscanner und die zweckmäßige Beladung des Fahrzeugs.

Bei Wettbewerber UPS dauert die Einarbeitung neuer Zusteller ebenfalls mehrere Wochen, wie UPS-Chef Frank Sportolari im Februar 2020 erklärte (Paketda berichtete). Lange Einarbeitungszeiten sind ein Grund dafür, dass Paketdienste bei plötzlichen Mengenspitzen wie zu Corona-Beginn nicht ad hoc mehr Personal einsetzen können. Paketzusteller sind auf dem Arbeitsmarkt sowieso knapp.

Quelle: rp-online.de


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