DPD verdoppelt Paketstationen im Baltikum / Bayer erfindet eigene Paket-Abholstation / Boris Winkelmann wird DPD-Gesamt-Chef

DPD verdoppelt Paketstationen in baltischen Ländern

In Estland, Lettland und Litauen wird DPD die Anzahl eigener Paket-Abholstationen um den Faktor 2,45 erhöhen; also mehr als verdoppeln. Quelle: DPD Pressemeldung

In Litauen werden Abholstationen laut einer DPD-Umfrage von 55% aller Einwohner genutzt. Deshalb erhöht DPD in Litauen die Anzahl der Stationen am stärksten. Bis Mitte 2021 ist eine Verdreifachung geplant auf 235 Stationen.

In allen drei baltischen Ländern soll die Gesamtzahl auf 641 Paketstationen steigen. Grund für die Expansion ist die hohe Beliebtheit von Paketstationen in der Bevölkerung. In anderen europäischen Ländern liegt deren Nutzungsquote nur bei durchschnittlich 13 Prozent.

Eigenen Angaben zufolge investiert DPD 7,3 Millionen Euro in die Stationen. Geht man davon aus, dass DPD Baltics zurzeit ca. 261 Stationen betreibt und diese um Faktor 2,45 auf 641 erhöhen wird, so ergeben sich rechnerisch 380 neue Abholstationen. Teilt man die Kosten von 7,3 Millionen durch 380 Stationen, entfallen auf jede Station gut 19.000 Euro.



Mann aus Bayern betreibt eigene anbieterneutrale Paket-Abholstation

Ein Erfinder aus Vöhringen, Landkreis Neu-Ulm, hat auf eigene Kosten eine Paketstation aufgestellt. Sie funktioniert mit allen Paketdiensten. Eine Besonderheit ist, dass die Paketdienste keine Sendungen direkt in die Station einlegen. Pakete werden zuerst an ein Lager des Betreibers geliefert.

Im Lager werden die Pakete den Empfängern zugeordnet (vermutlich anhand einer Kundennummer in der Anschrift) und dann in die Abholstation eingelegt. Der Empfänger erhält einen QR-Code per E-Mail und kann sein Paket damit aus der Station entnehmen. Die Lagerfrist beträgt 2 Tage. Wird sie verpasst, muss das Paket im Zentrallager des Betreibers abgeholt werden.

Für jedes Paket werden 2,50 Euro Gebühren fällig. Vielbesteller können eine Flatrate buchen für 25 Euro monatlich (Preise Stand 7/2020). Eine rudimentäre Website der privaten Packstation gibt es unter yourstation.de

Die erste Station befindet sich in Vöhringen. Laut Augsburger Allgemeine sollen weitere in Bellenberg, Illertissen, Mainz und Freiburg folgen.



Boris Winkelmann wird Vorstandsvorsitzender der gesamten DPD Group

Boris Winkelmann, ehemaliger Deutschlandchef von DPD, wechselte Anfang 2020 in die DPD-Zentrale nach Paris (Paketda berichtete). Nun wird Winkelmann schon wieder befördert.

Informationen des Handelsblatts zufolge übernimmt er "ab sofort den Vorstandsvorsitz der DPD Group in der französischen Hauptstadt und wird zugleich Executive Vice President der Zwischenholding Geopost." Das Handelsblatt beruft sich auf eine Mitteilung von DPD - davon ist im DPD-Pressebereich oder im La-Poste-Pressebereich aber nichts zu finden. / Nachtrag: Es wurde nun doch eine Pressemeldung veröffentlicht.

Winkelmann soll angekündigt haben, dass DPD voraussichtlich 2020 der "der größte Paketzusteller innerhalb Europas" sein werde. Laut Handelsblatt liegt DPD "mit einem Marktanteil von 12,5 Prozent in Europa knapp hinter der Deutschen Post."


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