Neue E-Trikes bei Deutscher Post / Doppelte Straßennamen verursachen Lieferprobleme / Neue MechZB in Wuppertal


Schnellere und größere Fahrräder für Postboten in Tübingen

Im Zustellstützpunkt Tübingen nutzt die Deutsche Post 29 E-Bikes und 20 E-Trikes. Seit Februar zählen auch 3 E-Trikes der neuesten Generation zum Fuhrpark (Foto oben). Statt wie bisher mit 4 Postkisten können die Dreiräder mit 8 Kisten beladen werden. Der Akku muss während einer Schicht nicht mehr getauscht werden sondern hält länger durch. Und der Elektroantrieb beschleunigt auf bis zu 27 km/h.

Die Zusteller in Tübingen freuen sich über die neuen Trikes mit Elektromotor, weil sie mehr Ladekapazität bieten. In Briefen werden immer häufiger Waren verschickt, so dass der Platzbedarf aufgrund voluminöserer Sendungen steigt. Außerdem transportieren Briefboten mittlerweile auch kleinere Päckchen und Pakete. Laut Deutscher Post "bis zu 15 Stück auf einmal".

Quelle: Pressemeldung auf dpdhl.com



Doppelte Straßennamen: Problematisch für DHL, für Amazon aber nicht

Die Zeitung Volksstimme berichtet über Zustellprobleme in der Gemeinde "Stadt Genthin" (Sachsen-Anhalt). Aufgrund von Eingemeindungen, also der Zusammenlegung von Ortschaften, gibt es in Genthin bis zu siebenfach identische Straßennamen. Nicht jeder Post- bzw. Paketbote kann sie korrekt unterscheiden, so dass es gelegentlich Zustellprobleme und Rücksendungen gibt.

Normalerweise werden nach Eingemeindungen doppelte Straßennamen umbenannt, so dass es in der vergrößerten Gemeinde jede Straße nur einmal gibt. In Genthin entschieden sich die Kommunalpolitiker aus Kostengründen dagegen. Laut Volksstimme sagte die Verwaltung: "Eine Änderung der Straßennamen bedeutet für die betroffenen Bürger unwirtschaftliche Aufwendungen und hohe Verwaltungsaufwendungen."

Eine Sprecherin der Deutschen Post sagte zur Volksstimme, dass die Post erst nach einer Umbenennung aller mehrfachen Straßennamen "die dringend erforderliche Einführung der neuen einheitlichen Postanschrift für Genthin mit all seinen Ortsteilen in Angriff nehmen" kann. Bemerkenswert ist, dass die Eingemeindungen schon vor einer halben Ewigkeit stattfanden, nämlich 2009 (Quelle: Wikipedia).

Die Zeitungsredaktion fragte auch bei Amazon nach, ob deren Zusteller mit den doppelten Straßennamen Probleme haben. Antwort: Nein. Amazon-Zusteller können sich bei Lieferproblemen ans Verteilzentrum wenden und erhalten Unterstützung bei der Adressrecherche. Wurde die korrekte Anschrift ermittelt, kann sie dem Kunden dauerhaft zugeordnet werden (vermutlich mit GPS-Koordinaten). "So können wir gewährleisten, dass bei der nächsten Zustellung die richtige Adresse angefahren wird.", sagte Amazon zur Volksstimme.



Neue MechZB in Wuppertal vermutlich im Probebetrieb

Der Paketda-Redaktion wurden Informationen aus Wuppertal zugetragen, wonach kürzlich eine neue Zustellbasis in Betrieb genommen wurde. Im Januar 2020 berichtete die Westdeutsche Zeitung, dass die Eröffnung für den Herbst geplant sei. Bei dem Neubau in Wuppertal-Barmen handelt sich um die zweite mechanisierte Zustellbasis in Wuppertal. Der erste Standort in Wuppertal-Ronsdorf besteht seit 2015.

Wahrscheinlich befindet sich die neue Zustellbasis in Barmen in einem Probebetrieb mit geringen Sendungsmengen. Ein Paketda-Leser bemerkte in letzter Zeit häufiger Zustellprobleme, die vermutlich auf noch nicht eingespielte Arbeitsabläufe in der MechZB zurückzuführen sind. Das ist aber spekulativ, denn bestätigt hat DHL die Inbetriebnahme des Standorts bislang nicht.


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