Neue E-Fahrzeuge für Liefery / Durchsuchung bei DHL-Zusteller / DPD testete neuartige Navigation

Elektrofahrzeug vom Typ Tropos Able

Liefery testet E-Fahrzeuge von Tropos für Citylieferungen

"Sehr bedauerlich", findet Nils Fischer, CEO von Liefery, das Ende der Streetscooter-Produktion durch DHL. Deshalb testet Liefery nun eine Alternative, und zwar ein Elektrofahrzeug des Herstellers Tropos Motors. Die in Herne produzierten Fahrzeuge der Modellreihe Tropos Able sind aufgrund ihres kurzen Radstandes und des kleinen Wendekreises gut für die Citylogistik geeignet. Die Maße betragen 1,40 Meter in der Breite und 3,80 Meter in der Länge.

Liefery hat als Testgebiet Berlin ausgewählt. Die Tropos-Fahrzeuge sind "das fehlende Puzzlestück zwischen Lastenrad und Transporter", so Nils Fischer. Die Reichweite beträgt bis zu 260 Kilometer. Quelle: Liefery Pressemeldung.

Tropos (tropos-motors.de) ist ein Tochterunternehmen des Automobillogistikers Mosolf. Das 1955 gegründete Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Kirchheim unter Teck



NRW: Durchsuchung bei Zusteller wegen Smartphone-Diebstählen

Das Nachrichtenportal lokalstimme.de berichtet über einen DHL-Zusteller, der im Verdacht steht, Pakete mit Smartphones unterschlagen zu haben. Deshalb fand am Mittwoch eine Wohnungsdurchsuchung in Altena (Märkischer Kreis, NRW) statt.

Zur Unterstützung beim Abtransport sichergestellter Gegenstände wurde das THW angefordert. Die Polizei fand in der Wohnung des Beschuldigten allerdings keine Smartphones sondern bloß Briefmarken und Farbpatronen in ungewöhnlich großer Menge.

Gegenüber lokalstimme.de bestätigte Deutsche Post DHL die Durchsuchung bei ihrem ehemaligen Mitarbeiter. Die Polizei wurde aktiv, nachdem der interne Post-Ermittlungsdienst dem diebischen Mitarbeiter auf die Spur kam.



DPD hat neuartige Navigation für Zusteller ausprobiert

DPD hat in Zusammenarbeit mit Mercedes-Benz und dem britischen Startup what3words eine neue Navigation für Paketzusteller erprobt. In einem Wettbewerb wurden 2 DPD-Zusteller mit jeweils 50 Paketen losgeschickt, die sie in einem Gebiet ausliefern sollten, das ihnen unbekannt war. Die Touren im Raum Nagold waren identisch und wurden zur gleichen Zeit gefahren, damit ähnliche Verkehrsverhältnisse herrschen. Quelle: DPD-Pressemitteilung.

Der erste Zusteller war mit dem herkömmlichen DPD-Navigationssystem unterwegs. Der zweite Zusteller verwendete ein Navigationssystem, das ihm die Hauseingänge der Paketempfänger bis auf 3 Meter genau anzeigte. Außerdem bekam der zweite Zusteller die optimalen Parkplätze angezeigt.

Keine Überraschung, dass der zweite Zusteller schneller fertig war als der erste Zusteller. Im Test unberücksichtigt blieb der Aufwand zur Ermittlung der Geodaten aller Hauseingänge und Parkplätze. Dafür wurde what3words verwendet. Anhand einer 3-Wort-Adresse kann jeder Punkt der Welt bestimmt werden.

Wandelt man zum Beispiel die DPD-Zentrale (Wailandtstraße 1 in Aschaffenburg) in what3words um, kommt wochen.gewürz.entgangen dabei heraus. Der Geo-Marker befindet sich auf der Straße vor dem DPD-Gebäude - aber wo ist nun der Eingang?

Man sieht: what3words kann auch nicht zaubern. Trotzdem ist die Idee einer Fußgänger- und Parkplatz-Navigation für Paketzusteller gut. Dadurch finden sich Zusteller in unbekannten Lieferbezirken schneller zurecht. Das ist vor allem für Aushilfsfahrer und neue Mitarbeiter vorteilhaft.

Auch Hermes hat seine neuen Touchscreen-Handscanner auf Fußgänger-Navigation vorbereitet, als diese Ende 2018 angeschafft wurden (Paketda berichtete).


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