Kooperiert DHL Express mit trans-o-flex? / Erfindung an Uni Aachen: Ducktrain

Gerücht: DHL Express übergibt Sendungen an trans-o-flex

In einem Eintrag bei www.sellerforum.de, einem Forum für Onlinehändler, wird eine Sendungsübergabe von DHL Express an trans-o-flex geschildert.

Genau genommen sollen es 12 Pakete gewesen sein, die einem Händler aus Bremen mit trans-o-flex zugestellt wurden. Abgeschickt wurden die Pakete laut Forumsbeitrag mit DHL Express in den Niederlanden. Der Händler berichtet, früher habe DHL Express niederländische Pakete im eigenen Transportnetz nach Deutschland befördert. Die letzten 12 Sendungen seien jedoch von DHL Express in Köln an trans-o-flex übergeben worden.

Der Händler erhielt eigenen Angaben zufolge eine Sendungsankündigung von trans-o-flex mit dem Text "Sehr geehrte Damen und Herren, unser Kunde DHL Express Standort Köln hat uns mit dem Transport der Sendung [....] beauftragt. Wir werden die Sendung voraussichtlich am 28.04.2020 zustellen."

Die Richtigkeit dieser E-Mail ist nicht bewiesen. Grundsätzlich ist sellerforum.de aber als seriös einzustufen, weil sich dort nur Onlinehändler registrieren können, die tatsächlich einen Shop betreiben.

Update vom Mai 2022

Ein Paketda-Redakteur erhielt mehrere Pakete von trans-o-flex, die in den Niederlanden mit DHL Paket abgeschickt wurden. Es waren keine DHL-Express-Pakete, sondern DHL-Standardpakete mit JVGL-Sendungsnummer.

Update vom Juni 2022

Eine Paketda-Nutzerin erwartete zwei Pakete aus Spanien, die dort mit der Versandart DHL Parcel Connect abgeschickt wurden. Die Zustellung in Deutschland erfolgte durch trans-o-flex. Die Pakete waren auch bei DHL Parcel NL verfolgbar und haben NL möglicherweise als Transitland passiert.

Update vom August 2022

Ein Paketda-Nutzer schrieb, dass trans-o-flex bei der Auslieferung mit DHL-Handscannern arbeitet und als Subunternehmer von DHL agiert. Deshalb ist mit den DHL-Sendungsnummern auch kein Tracking bei trans-o-flex möglich.



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Neue Erfindung: Ducktrain soll innerstädtische Lieferung erleichtern

An der RWTH Aachen wurde schon der Elektrolieferwagen StreetScooter erfunden, und nun gibt es die nächste Idee: Ducktrain. Das ist ein elektrisch angetriebenes Gespann aus 4 oder 5 einzelnen Lieferwagen. Jeder Wagen fasst genau eine Europalette, kann max. 300 kg transportieren und 25 km/h fahren.

Der Clou: Das Gespann ist nur optisch miteinander verbunden. Die Wagen haben keine Deichsel, stattdessen erkennen sie den vorausfahrenden Wagen mittels Sensor und folgen ihm "im Entenmarsch" selbstständig. Nur am Kopf des Gespanns muss ein menschlicher Fahrer vorausfahren, z.B. per Rad oder zu Fuß.

Bislang gibt es noch keinen echten Ducktrain; ein Prototyp befindet sich in der Entwicklung. Ziel ist es, die innerstädtische Zustellung zu erleichtern. Die Ducktrain-Wagen lassen sich teilen, so dass beispielsweise ein einzelner Wagen dem Zusteller auf dem Gehweg folgt, während die anderen auf der Straße warten. Durch diese Methode sollen Zusteller Zeit sparen, weil sie nicht ständig zum Fahrzeug gehen müssen, um es zum nächsten Haltepunkt zu fahren.

Quellen: www.ducktrain.io | logistik-heute.de | www.next-mobility.news

Animation zur Funktionsweise des Ducktrains



Nachtrag vom Februar 2021: Finanzierung für Ducktrain

Eigenen Angaben zufolge hat Ducktrain eine sogenannte Seed-Runde mit zwei Finanzinvestoren erfolgreich abgeschlossen (Quelle: postbranche.de). Bereits für das Frühjahr 2021 sind erste Testfahrten auf öffentlichen Straßen geplant. Das soll in Mainz stattfinden, und zwar in Kooperation mit dem Lebensmittel-Lieferdienst "Frischepost RheinMain".


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