GLS befördert wieder mehr Pakete / Kooperiert DHL Express mit trans-o-flex? / Erfindung an Uni Aachen: Ducktrain

GLS Paketzentrum in Neuenstein

GLS: "Mengen sind kurzfristig deutlich gestiegen"

Das "GLS-Europa-Hub arbeitet weiterhin zuverlässig", ließ GLS heute die Öffentlichkeit wissen. Per Pressemeldung teilte das Unternehmen mit, dass alle GLS-Paketzentren "gerade sehr gefordert" seien und es im Paketzentrum Neuenstein kurzfristig deutlich höhere Sendungsmengen gebe.

Bei GLS in Neuenstein werden viele inländische und ausländische Pakete umgeschlagen. Weil einige Ladengeschäfte durch gelockerte Corona-Maßnahmen wieder geöffnet sind, verzeichnet GLS einen Anstieg der Paketmengen im Geschäftskundenbereich.

Anfang April berichtete Andreas Schumann vom Bundesverband der Kurier-Express-Post-Dienste (bdkep.de) von deutlich rückläufigen Mengen bei Geschäftskundenpaketen. Davon seien vor allem DPD, UPS und GLS sowie deren Subunternehmer betroffen gewesen.

Im DVZ-Podcast (bei Minute 07:30, soundcloud.com) erklärte Schumann, warum Privatkundenpakete kein Ausgleich für Geschäftskundenpakete sind: Privatkunden erhalten üblicherweise nur 1 Paket, während bei Geschäftskunden 4 oder 5 Pakete auf einmal abgeliefert werden. Schumann wörtlich: "Die Fahrer auf den Touren haben tendenziell mehr Stopps und haben pro Stopp weniger Pakete, dadurch weniger Einnahmen pro Stopp. Das heißt, sie arbeiten wie verrückt, teilweise müssten sie Zusatztouren einführen, weil sie mehr Stopps haben, aber trotz Mehrarbeit sind die Touren unwirtschaftlich."



Gerücht: DHL Express übergibt Sendungen an trans-o-flex

In einem Eintrag bei www.sellerforum.de, einem Forum für Onlinehändler, wird eine Sendungsübergabe von DHL Express an trans-o-flex geschildert.

Genau genommen sollen es 12 Pakete gewesen sein, die einem Händler aus Bremen mit trans-o-flex zugestellt wurden. Abgeschickt wurden die Pakete laut Forumsbeitrag mit DHL Express in den Niederlanden. Der Händler berichtet, früher habe DHL Express niederländische Pakete im eigenen Transportnetz nach Deutschland befördert. Die letzten 12 Sendungen seien jedoch von DHL Express in Köln an trans-o-flex übergeben worden.

Der Händler erhielt eigenen Angaben zufolge eine Sendungsankündigung von trans-o-flex mit dem Text "Sehr geehrte Damen und Herren, unser Kunde DHL Express Standort Köln hat uns mit dem Transport der Sendung [....] beauftragt. Wir werden die Sendung voraussichtlich am 28.04.2020 zustellen."

Die Richtigkeit dieser E-Mail ist nicht bewiesen. Grundsätzlich ist sellerforum.de aber als seriös einzustufen, weil sich dort nur Onlinehändler registrieren können, die tatsächlich einen Shop betreiben.



Neue Erfindung: Ducktrain soll innerstädtische Lieferung erleichtern

An der RWTH Aachen wurde schon der Elektrolieferwagen StreetScooter erfunden, und nun gibt es die nächste Idee: Ducktrain. Das ist ein elektrisch angetriebenes Gespann aus 4 oder 5 einzelnen Lieferwagen. Jeder Wagen fasst genau eine Europalette, kann max. 300 kg transportieren und 25 km/h fahren.

Der Clou: Das Gespann ist nur optisch miteinander verbunden. Die Wagen haben keine Deichsel, stattdessen erkennen sie den vorausfahrenden Wagen mittels Sensor und folgen ihm "im Entenmarsch" selbstständig. Nur am Kopf des Gespanns muss ein menschlicher Fahrer vorausfahren, z.B. per Rad oder zu Fuß.

Bislang gibt es noch keinen echten Ducktrain; ein Prototyp befindet sich in der Entwicklung. Ziel ist es, die innerstädtische Zustellung zu erleichtern. Die Ducktrain-Wagen lassen sich teilen, so dass beispielsweise ein einzelner Wagen dem Zusteller auf dem Gehweg folgt, während die anderen auf der Straße warten. Durch diese Methode sollen Zusteller Zeit sparen, weil sie nicht ständig zum Fahrzeug gehen müssen, um es zum nächsten Haltepunkt zu fahren.

Quellen: www.ducktrain.io | logistik-heute.de | www.next-mobility.news

Animation zur Funktionsweise des Ducktrains


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