Österreich gegen Amazon-Subunternehmer / UPS Economy-Versand / Irische Post in Dublin emissionsfrei

Österreichische Finanzpolizei kontrolliert Subunternehmer von Amazon Logistics

In der vergangenen Woche wurden österreichische Kurierdienste kontrolliert, die Amazon-Bestellungen im Großraum Wien ausliefern. Auslöser war der Verdacht auf "gewerbsmäßige Schwarzarbeit", wie elektro.at berichtet.

Am Amazon-Verteilzentrum Großebersdorf fand eine Razzia statt, durchgeführt von der Finanzpolizei. In Deutschland übernimmt der Zoll solche Kontrollen. Laut kurier.at pfändete die Finanzpolizei bei den angetroffenen Kurierdiensten 185.000 Euro, um damit offene Forderungen auszugleichen (häufig Steuern / Sozialabgaben). Weiter heißt es: "In Summe kontrollierte die Finanzpolizei vor Ort 36 Unternehmen mit 174 Mitarbeitern, dabei wurden 49 arbeitsrechtliche Verstöße festgestellt."

Eine genauere Auswertung steht noch aus, weil die Finanzpolizei die "Auftragsbücher von Amazon mit denen der Subfirmen vergleichen" will (Quelle). Aufgrund der verschachtelten Subfirmen sei das nicht auf die Schnelle möglich. Amazon konnte die erhobenen Vorwürfe bislang weder bestätigen noch dementieren. Der Konzern will mit den Behörden zusammenarbeiten und solchen Kurieren kündigen, die sich nicht an die Vorgaben halten.

Dazu ÖGB-Gewerkschaftschef Wolfgang Katzian: "Sich dann hinzustellen und zu sagen 'Wir kooperieren mit den Behörden und was ist das denn für ein Skandal, dass diese Subfirmen sich daran nicht gehalten haben.' Gleichzeitig aber diesen Firmen Vorgaben zu machen, die die gar nicht erfüllen können [...] Das ist eine maximale Sauerei. Das werden wir bekämpfen. Die Auftraggeberhaftung ist die wichtigste Forderung." Quelle.



UPS bietet neue Economy-Versandart für Geschäftskunden

Für Firmenkunden, die Waren in Länder außerhalb der EU verschicken wollen, gibt es jetzt die Versandart "UPS® Economy". Die Tarife sind für UPS-Verhältnisse günstig, werden aber nur auf Anfrage freigeschaltet. Preislisten gibt es auf dieser Infoseite bei ups.com. Beispiel: 1kg-Paket in die USA ab 12,23 Euro netto bzw. 14,55 Euro brutto.

Die Lieferzeit beträgt ca. 1 bis 2 Wochen, gerechnet ab dem Zeitpunkt des Exports aus Deutschland. Versender können wählen, ob der Empfänger die Einfuhrabgaben (Zoll) bezahlen soll, oder ob die Kosten dem Versender in Rechnung gestellt werden.

Bezahlt der Empfänger den Zoll, erfolgt die Zustellung nicht durch UPS sondern durch ein anderes (vermutlich das staatliche) Postunternehmen des Ziellandes. Es gilt die typische Maßvorgabe für Päckchen, wonach Länge + Breite + Höhe der Sendung 90cm nicht überschreiten dürfen und das Gewicht bis 2kg betragen darf. Es gibt eine rudimentäre Sendungsverfolgung.

Bezahlt der Absender den Zoll, erfolgt die Zustellung durch UPS. In diesem Fall gelten die UPS-Vorgaben, wie beispielsweise ein Gurmaß von max. 330cm, längste Seite max. 122cm, Abrechnung nach Volumengewicht, Treibstoffzuschlag, detaillierte Sendungsverfolgung.



Irische Post beliefert Dublin emissionsfrei

Das irische Postunternehmen An Post teilte Anfang Februar mit, dass für die Brief- und Paketzustellung in Dublin neuerdings nur elektrisch angetriebene Lieferfahrzeuge eingesetzt werden. Damit sei An Post "der erste Postdienstleister der Welt, der den Status einer kohlenstoffemissionsfreien Zustellung in einer Hauptstadt erreicht hat". Quelle: www.anpost.com.

Bis Ende 2020 sollen auch folgende Städte Irlands mit Elektroautos und Strom aus regenerativen Quellen beliefert werden: Cork, Galway, Kilkenny, Limerick und Waterford. Bis zum Jahr 2025 will An Post 50% aller Kohlenstoff-Emissionen einsparen und bis 2040 sogar 100%.

Die Deutsche Post DHL hat sich das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2050 alle "logistikbezogenen Emissionen netto auf null zu reduzieren". Ein Zwischenziel ist die Reduzierung um 70% bis zum Jahr 2025 (Quelle: PDF).


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