Inselzuschläge bei Post wären möglich / Packstationen ohne gedruckte Belege / Rentner bedroht Zusteller

Inselzuschläge bei Deutsche Post DHL in Zukunft möglich

Als sogenannter Universaldienstanbieter beliefert Deutsche Post DHL jede Anschrift in Deutschland; von der Nordsee bis zu den Alpen. Im Gegensatz zu privaten Post- und Paketdiensten wird bei Deutsche Post DHL kein Inselzuschlag fällig. Private Zusteller berechnen schon seit jeher Zusatzporto für die Zustellung auf Inseln oder sogenannte Außengebiete.

Vor wenigen Monaten berichtete die FAZ über Planungen, dass auch bei Deutsche Post DHL ein Inselzuschlag eingeführt werden könnte. Gegenüber einem Radiosender bestritt der Postkonzern damals derartige Absichten. Nun kommt das Thema wieder auf.

Die Monopolkommission hat in ihrem Sektorgutachten Post mitgeteilt, dass sich "weder aus Unionsrecht noch aus deutschem Verfassungsrecht [...] eine Verpflichtung, einen Einheitstarif gesetzlich einzuführen oder anzuwenden, [ergibt]".

Das bislang für alle Lieferadressen identische Brief- und Paketporto von Deutsche Post DHL könnte so verändert werden, dass je nach Versand- oder Zustellort ein Zuschlag erhoben wird. Die Experten der Monopolkommission präzisieren: "Zuschläge sollten sich, wenn wirtschaftlich erforderlich, aus Gründen der Praktikabilität auf einige wenige, geografisch außergewöhnliche Zustellorte beschränken."

Quelle: Punkt K60 im Sektorgutachten Post, hier als PDF.



Keine ausgedruckten Belege mehr an Packstationen

An Packstationen wurde offenbar die Möglichkeit abgeschafft, Einlieferungsbelege auszudrucken. An Packstationen ohne Drucker gab es die Belege schon immer nur per E-Mail. Paketda-Leser Markus ist jedoch aufgefallen, dass an seiner Packstation - die über einen Drucker verfügt - neuerdings Einlieferungsbelege nur noch per E-Mail möglich sind.

Bei einer vergleichbaren Nutzerfrage bei Facebook bestätigte der DHL-Kundenservice, dass die Packstations-Belege ausschließlich per E-Mail verschickt werden.

Aus Kundensicht macht es eigentlich keinen Unterschied, ob die Belege gedruckt oder digital zur Verfügung gestellt werden. Man muss nur aufpassen, beim Eintippen der E-Mail-Adresse an der Packstation keinen Fehler zu machen. Sicherer ist es, vor dem Abschicken eines Pakets die eigene Postnummer an der Packstation einzutippen. Dann muss keine E-Mail-Adresse angegeben werden, weil sie bereits im System hinterlegt ist.



Rentner bedroht Zusteller

Die Polizei meldet einen tätlichen Angriff auf einen Paketzusteller in Esslingen am vergangenen Samstag (30.11.2019). Ein 26-jähriger Zusteller versuchte, ein Paket bei einem Nachbarn zuzustellen, weil der Originalempfänger nicht zu Hause war. Der Zusteller klingelte bei einem 73-Jährigen, der darüber gar nicht erfreut war.

Laut Polizeibericht traktierte der Senior "den Zusteller zunächst mit Beschimpfungen. Wenig später zog der Rentner an der Hauseingangstür ein Werkzeug unter der Jacke hervor. Er ging zunächst in drohender Haltung auf den Boten zu, ließ dann aber auf offener Straße von seinem Handeln ab, sodass der mittlerweile geflüchtete Paketzusteller unverletzt blieb."

Die hiesige Polizei hat weitere Ermittlungen in dem Fall aufgenommen.
Quelle: www.presseportal.de


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