NOX verwendet Parcellock / Fahrbare Packstation in Norwegen / Weltpostverein offen für private Anbieter

Würth Paketstation

NOX Nachtexpress nutzt Parcellock-Stationen von Würth

Vor vielen deutschen Filialen des Bau- und Handwerk-Ausrüsters Würth stehen Paketstationen mit Parcellock-Betriebssystem. Ursprünglich war geplant, diese Stationen nicht nur Würth-Kunden zugänglich zu machen, sondern auch Privatkunden, um Onlinebestellungen dorthin liefern zu lassen (Quelle). Letzteres wurde nicht realisiert. Stattdessen erhalten nun Kuriere von NOX Nachtexpress die Möglichkeit, Würth-Stationen zu nutzen.

NOX deponiert Ersatzteillieferungen für Aufzugtechniker von Thyssenkrupp vor 7 Uhr morgens in den Würth-Stationen. Dadurch verkürzen sich Fahrtwege für die Techniker und Ersatzteile stehen schneller zur Verfügung. Das Pilotprojekt hat alle Beteiligten überzeugt, so dass die Parcellock-App jetzt direkt in die Scannersoftware von NOX integriert werden soll.

Donald Pilz, Chef von NOX, könnte sich vorstellen, auch Privatkunden die Lieferung in Parcellock-Stationen anzubieten. Pilz wörtlich: "Dank der Zusammenarbeit mit ParcelLock und Würth können wir künftig auch Unternehmen aus dem Bereich E-Commerce die Nachtzustellung in Paketstationen anbieten. Dies hätte für alle Beteiligten Vorteile: Die Versender können einen schnellen Service anbieten, da die Besteller ihre Sendungen bereits am frühen Morgen auf dem Weg zur Arbeit abholen können. Gleichzeitig entlasten wir den Stadtverkehr, da unsere Fahrzeuge lange vor den Stoßzeiten unterwegs sind."

Quelle: www.postbranche.de



Fahrbare Packstation bald in Norwegen unterwegs

Der Norweger Morten Theiste hat den Prototyp einer fahrbaren Packstation entwickelt (www.buddymobility.no). Das System befindet sich zurzeit auf Werbetour durch Europa, um Postmanagern vorgeführt zu werden. Laut www.telegraaf.nl findet anschließend ein echter Testbetrieb in Oslo (630.000 Einwohner) oder in Kongsberg (25.000 Einwohner) statt.

Die Packstation wird im Sortierzentrum mit Briefen und Paketen für Empfänger in einer ausgewählten Region bestückt. Anschließend fährt die Packstation zu einem Haltepunkt und informiert die umliegenden Empfänger, damit sie ihre Sendungen dort abholen können. Danach wird der nächste Haltepunkt angesteuert.

Morten Theiste möchte seine Erfindung laut telegraaf.nl so weiterentwickeln, dass die fahrbare Packstation Wechselbehälter transportieren kann. Nachdem die Posttour erledigt sei, könne das Gefährt für den Rest des Tages Lebensmittel transportieren. Die Funktionsweise demonstriert das folgende Video.



Chef des Weltpostvereins: Private Anbieter könnten Zugang erhalten

Der Direktor des Weltpostvereins, Bishar A. Hussein, hat dem Postalhub-Podcast ein Interview gegeben (www.thepostalhub.com). Darin erklärte Hussein, dass sich der Weltpostverein den neuen, globalisierten Märkten anpassen müsse (ca. ab Minute 7:00). Wenn es nach ihm gehe, solle sich der Weltpostverein für private Post- und Paketdienste öffnen. Diese sollten die Möglichkeit einer speziellen Mitgliedschaft bekommen, um dadurch leichter mit anderen Postgesellschaften zu kooperieren.

Bislang sei der Weltpostverein, so Hussein, nur ein Zusammenschluss von designated operators. Das sind die (ehemals) staatlichen Postgesellschaften. Private Postdienste spielen im Weltpostverein keine Rolle, weil es pro Land nur einen designated operator gibt; und das ist meistens die staatliche Post.

Laut Bishar A. Hussein sollten private Anbieter im Weltpostverein vertreten sein, damit sie offiziell Zugang zum weltweiten Postnetzwerk bekommen. Bislang sei der internationale Versand von privaten Unternehmen durch die Hintertür organisiert. Damit meint er vermutlich die Direkteinschleusung, wenn z.B. Pakete in Asien mit einem deutschen Paketaufkleber versehen werden und hierzulande als nationales Paket an DHL, DPD, Hermes, etc. übergeben werden. Den Transport von Asien nach Deutschland übernehmen Anbieter wie OrangeConnex, YunExpress, Flyt oder SunYou.

Wörtlich sagte Hussein (bei Minute 9:10): "If DHL or UPS or Amazon or Alibaba want to play in UPU they [could] come in, they become an associated member or sort of something, and then we have terms and conditions of the entry. They pay for the services and of course they become part of the global postal system. Therefore the UPU will be serving not a segment of the postal industry but the entire postal industry. That is my dream and my wish, but again, this will be depend on the member countries."


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