Neues Hermes-Logistikcenter bei Halle (Saale) / DHL-Umbau in Bremen / Paketporto heutzutage günstiger als 2003

Hermes startet Testbetrieb in Kabelsketal

Im April 2018 wurde mit dem Neubau eines Hermes-Logistikzentrums in Kabelsketal (bei Halle an der Saale) begonnen. Jetzt im März 2019 ist das Gebäude fertiggestellt und die Sortiertechnik eingebaut.

95 Mitarbeiter führen den Probebetrieb aus und tasten sich "mit immer mehr Sendungen an den Volllastbetrieb heran", wie www.mz-web.de schreibt.

Der Übergang in den regulären Betrieb soll im Mai 2019 erfolgen. In Kabelsketal wird Hermes 200 Mitarbeiter beschäftigen und täglich bis zu 200.000 Pakete bearbeiten.

Laut mz-web.de wird zunächst im 2-Schicht-Betrieb gearbeitet. Bei Bedarf kann auf 3 Schichten umgestellt werden und die Mitarbeiterzahl auf 250 erhöht werden.

Weitere Quelle: newsroom.hermesworld.com



Bremen: DHL-Zustellbasis zum Paketzentrum umgebaut

Im DHL-Geschäftsbericht 2018 (hier als PDF) ist auf Seite 60 vermerkt, dass "das Warehouse im Güterverkehrszentrum Bremen zu einem weiteren Paketzentrum mit einer Sortierleistung von 40.000 Sendungen in der Stunde umgebaut" wurde.

Dieser Umbau ist bemerkenswert, weil die Sortierleistung überdurchschnittlich hoch ist. Normale DHL-Paketzentren sind auf 28.000 bis 32.000 Pakete pro Stunde ausgelegt. Lediglich wenige Mega-Paketzentren wie in Obertshausen, Bochum und Berlin sind für 50.000 Pakete stündlich konzipiert.

Das Gebäude im Güterverkehrszentrum Bremen nutzte DHL früher als Zustellbasis sowie als Versandzentrum für den Großkunden Tchibo. Bremen verfügt somit neuerdings über zwei vollwertige Paketzentren: den umgebauten Standort im GVZ sowie das ältere Paketzentrum in Bremen-Hemeligen (Leistung: 28.000 Pakete pro Stunde).



Hermes-Porto ist heutzutage günstiger als 2003

Vergleicht man eine alte Hermes-Preisliste aus dem Jahr 2003 mit dem Hermes-Porto aus 2019, zeigt sich ein enormer Preisunterschied. In vielen Preisklassen war das Porto damals viel teurer als heute.

Im Jahr 2003 gab es in der Paketbranche noch keinen großen Wettbewerb. Hermes verfügte in 2003 zwar schon über ein Netzwerk von ca. 10.000 Paketshops, aber es gab beispielsweise noch keinen ProfiPaketService für mittelgroße Onlinehändler und eBay-Powerseller.

Vielleicht kann man die Preisliste aus 2003 so deuten, dass Hermes die Preise damals "auskömmlich" kalkulierte, weil noch kein ruinöser Preiskampf herrschte.

Zu dieser Strategie wollen die Paketdienste jetzt zurückkehren. Der erste Schritt wird wohl die Erhebung eines Preisaufschlags für die Lieferung an Privatadressen sein. UPS und GLS tun das bereits, DPD und Hermes planen die Einführung (Quelle: Handelsblatt).

Hinweis: Zur besseren Vergleichbarkeit zeigt die Tabelle die Nettopreise aus 2003 und 2019 ohne Umsatzsteuer (damals 16%, heute 19%).

Versandart 2003 2019 Differenz
Hermes Päckchen 3,37 3,61 7% teurer
Paket S 5,09 4,16 18% billiger
Paket M 7,67 5,00 35% billiger
Paket L 10,26 9,20 10% billiger
Paket XL mit Abholung 22,33 24,33 9% teurer
Paket XXL mit Abholung 30,95 28,53 8% billiger





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