Subunternehmer profitiert nicht von Portoerhöhung / Engagierte Postbotin verhindert DHL-Retoure / Deutsche Post verkauft SIMSme


Subunternehmer: Portoerhöhungen kommen bei mir nicht an

Die Schweriner Volkszeitung hat mit einem Subunternehmer gesprochen, der seit 20 Jahren für DPD, GLS, Hermes und die Deutsche Post tätig ist. Der anonym bleibende Mann beschäftigt 15 Mitarbeiter und klagt: "Steigen die Paketpreise für die Kunden, dann kommt bei uns nichts davon an. Ganz im Gegenteil: Hinterm Rücken wird bei uns immer mehr an der Kostenschraube gedreht."

Hinzu komme, dass er seine Angestellten über Mindestlohn bezahlen müsse, weil sie sonst zu einem anderen Arbeitgeber wechseln würden. "Das treibt mich Monat für Monat ein Stück näher an den Rand des Ruins.", so der Subunternehmer. Laut Zeitungsbericht fehlen ihm im Februar mehrere Tausend Euro.

Weitere Details sowie eine Beispielkalkulation des Subunternehmers gibt es im SVZ-Artikel unter www.svz.de (gratis abrufbar nach Registrierung).



Aufmerksame Postbotin verhindert Rücksendung von Weihnachtspaket

Schon kleine Schreibfehler im Empfängernamen oder ein Zahlendreher in der Hausnummer können bei DHL unzustellbare Pakete verursachen. Sofortige Retoure inbegriffen.

Deshalb ist die monatelange Suchaktion einer Postbotin aus dem Landkreis Kassel bemerkenswert. Sie verhinderte damit die Rücksendung eines eigentlich unzustellbaren Pakets aus den USA. Anhand der Zollinhaltserklärung auf dem Paket erkannte sie den Inhalt: Kinderspielzeug, das offenbar als Weihnachtsgeschenk an "Ben und Mia" verschickt wurde.

Die Postbotin, deren Liefergebiet die kleine Gemeinde Espenau ist, fragte bei allen Haushalten nach, ob jemand ein Geschenkpaket aus den USA vermisse. Zunächst erfolglos.

Ein Bürger veröffentlichte den Suchaufruf bei Facebook, woraufhin sich eine Nutzerin aus dem benachbarten Kassel meldete. Sie habe den Empfänger zwar seit Jahren nicht gesehen, sei sich jedoch sicher, dass das Paket für dessen Kinder bestimmt sei: Ben und Nya. - Und so war es tatsächlich!

Trotz total falscher Lieferanschrift überbrachte die engagierte Postbotin aus Espenau das Weihnachtspaket schließlich der Familie mit zwei Kindern in Kassel.

Wer das Paket in den USA abgeschickt hat und warum es falsch adressiert wurde, hat die Zeitung HNA in der ganzen Geschichte aufgeschrieben unter www.hna.de.



Deutsche Post verkauft SIMSme-Messenger

Als Alternative zu Whatsapp konnte sich die von der Deutschen Post entwickelte Messenger-App "SIMSme" nicht durchsetzen. Das Geschäftsmodell und die Vertriebsstrategie wurden deshalb in den letzten Jahren verändert.

Anstatt auf Privatnutzer fokussierte sich die Post mit SIMSme auf Geschäftskunden. Sie sollten den Messenger auf Mitarbeiterhandys installieren und unter Datenschutzaspekten davon profiteren, dass der gesamte SIMSme-Datenverkehr über deutsche Netze abgewickelt wird.

Gestern, am 13. März 2019, gab die Deutsche Post den beabsichtigten Verkauf des SIMSme-Messengers an die Brabbler AG aus München bekannt. Brabbler hat bereits eine eigene Messenger-App entwickelt, die so ähnlich wie SIMSme funktioniert und eine ähnliche Zielgruppe hat. Den Verkaufspreis halten beide Unternehmen geheim. Bekannt wurde nur, dass die Deutsche Post zusätzlich einige Aktienanteile an der Brabbler AG erhalten wird.

Ein Manager der Deutschen Post erklärte, dass zur Weiterentwicklung von SIMSme "die Entwicklungskapazitäten stark ausgebaut werden müssen" und dass die Brabbler AG über diese Kapazitäten verfüge. Im Umkehrschluss bedeutet der Verkauf von SIMSme, dass bei der Deutschen Post Entwicklungskapazitäten für andere Projekte frei werden. Aus Kundensicht wäre es begrüßenswert, wenn die angekündigten Funktionen wie eine bessere Brief-Sendungsverfolgung, kurzfristige Paketumleitungen und Livetracking alsbald umgesetzt werden.

Pressemitteilungen: Deutsche Post | Brabbler


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