Großkontrolle bei DPD in Erftstadt / DPD mit neuem E-Shopper-Barometer / Kunde klagt gegen unbestellte Amazon-Pakete

Großkontrolle bei DPD in Erftstadt-Lechenich

Die Facebookseite von "BILD Köln" berichtet von einer behördlichen Großkontrolle bei DPD. Demnach wurden 350 Fahrzeuge und 430 Mitarbeiter auf dem Gelände des Depots Erftstadt kontrolliert, die mehrheitlich für Subunternehmer von DPD arbeiten.

Laut BILD waren an der Kontrolle beteiligt: Zoll, Polizei, Bundesamt für Güterverkehr sowie das Ausländeramt. Dabei wurden 4 Personen ohne Aufenthalts- bzw. Arbeitserlaubnis festgestellt, 3 gefälschte Dokumente und 2 Zusteller ohne Führerschein. Außerdem soll es laut BILD "zahlreiche Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten" gegeben haben und "Hinweise auf Unterschreitung des Mindestlohns".

Quelle: www.facebook.com/Bild.Koeln



DPD veröffentlicht neues E-Shopper Barometer

Die DPDgroup führt jährlich eine umfangreiche Verbraucherbefragung in Europa durch, um länderspezifische Eigenheiten bei der Paketzustellung zu untersuchen. In 2018 wurden 24.000 Privatkunden in 22 Ländern befragt. Die "repräsentativ für Onlinekäufer" gewichteten Ergebnisse gibt es als PDF hier zum Download.

Die folgende Grafik zeigt die in Deutschland beliebtesten Zustellmethoden. Der gefüllte rote Balken zeigt die Häufigkeit der heutigen Nutzung. Die gestrichelte rote Umrandung zeigt das Potenzial, wie viele zusätzliche Menschen sich die Nutzung vorstellen könnten.

Ergebnis E-Shopper Barometer
Interessant sind die Aussagen von Verbrauchern zu bevorzugten Paketdiensten. 78 Prozent der Befragten wollen vor einer Bestellung darüber informiert werden, welcher Paketdienst die Lieferung durchführt.

37 Prozent möchten sogar aktiv einen Paketdienst auswählen können, der ihnen als zuverlässig bekannt ist. 33 Prozent haben bereits schlechte Erfahrungen gemacht und wollen Lieferungen mit solchen Paketdiensten vermeiden.

Ergebnis E-Shopper Barometer
Quelle: www.dpd.com/de



Amazon-Pakete nicht bestellt: Kunde geht vor Gericht

Medien berichten immer häufiger über irritierte und genervte Kunden, die unbestellte Pakete von Amazon erhalten. Die Lieferungen erfolgen zwar gratis, aber es handelt sich in der Regel um asiatische Billigprodukte. "Krempel, billigstes Material, ich will es nicht mal anfassen", ärgert sich ein Kunde aus Nordrhein-Westfalen. Er hat genug von der Paket-Belästigung durch Amazon und zitiert den Konzern vors Solinger Amtsgericht.

Laut WDR gab es am 16. Januar 2019 einen ersten Gerichtstermin und eine Woche später ein Urteil: Die Klage wurde abgewiesen. Laut WDR will der Kunde gegen diese Entscheidung Berufung einlegen.

Der Kunde wollte eigentlich vor Gericht erwirken, dass ihm Amazon keine unbestellten Pakete mehr schicken darf. Amazon argumentierte hingegen, dass die Bestellungen an seine Lieferanschrift von Unbekannten veranlasst worden seien. Andere Medien berichten, dass solche Bestellungen absichtlich mit Geschenkkarten bezahlt werden, damit die wahren Besteller anonym bleiben.

Trotzdem könnte man den Bestellern auf die Schliche kommen. Meistens sind es nämlich Drittanbieter auf dem Amazon-Marketplace, die mit Eigenkäufen ihre Verkaufszahlen pushen wollen. Je besser sich ein Produkt verkauft, desto höher erscheint es in den Amazon-Trefferlisten. Die Idee hinter den ungewollten Lieferungen: Ein Produkt wird zuerst mit Fake-Verkäufen in die Hitlisten gebracht, damit es dort anschließend von "echten" Kunden gefunden und gekauft wird.

Die Masche ähnelt dubiosen Musikmanagern der 90er Jahre, die in sämtlichen Läden CDs eines bestimmten Künstlers aufgekauft haben, um die Charts mit überhöhten Verkaufszahlen zu manipulieren.

Quelle: WDR

Hintergrundinformationen: omr.com


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