UPS zieht von Neuss nach Monheim / Stellenabbau in 2021

Neuss' Bürgermeister Reiner Breuer ist verwundert: "Ich wüsste nicht, was für den Standort Monheim sprechen könnte", kommentiert er den Teilumzug von UPS von Neuss nach Monheim gegenüber der Rheinischen Post.

Im ersten Quartal 2017 soll es soweit sein. Nach 40 Jahren in Neuss werden die UPS-Geschäftsführung sowie ein "Business Planning Team" ins 30 Kilometer entfernte Monheim umziehen. Die Mehrheit von 1300 UPS-Mitarbeitern bleibt zwar am Standort Neuss, aber die Rheinische Post spekuliert über die Gewerbesteuer als Umzugsgrund.

In Monheim (43.000 Einwohner) beträgt der Hebesatz nur 260 Punkte, während in Neuss (151.00 Einwohner) 495 Punkte gelten. UPS weist dies zurück und befürchtet für Neuss keine negativen, steuerlichen Auswirkungen. Stattdessen habe man Monheim aufgrund einer "optimalen Infrastruktur" und eines "attraktiven Immobilienmarkts" ausgewählt.

Interessant: Auch die Deutsche Post und DHL Express sind bereits in Monheim ansässig (Heinestraße 3-7). Die gelben Unternehmen betreiben dort ein Customer Service Center zur Bearbeitung von Kundenanfragen.


Update vom Januar 2021

UPS will laut t-online.de 500 von 1.000 Arbeitsplätzen an den Standorten Neuss und Monheim abbauen.

Der Bürgermeister von Monheim sagte daraufhin zur Rheinischen Post, dass bei UPS in Monheim nur 50 Mitarbeiter ansässig sind und er nicht mit einem großen Rückgang rechne. Ein Pressesprecher von UPS sagte, dass die Standorte Neuss und Monheim erhalten bleiben und keine komplette Schließung beabsichtigt sei.

Die Gewerkschaft Verdi teilte per Pressemeldung mit, dass UPS in den letzten Jahren die Mitarbeiterzahl in der Deutschlandzentrale bereits von 1.600 auf 1.000 reduziert habe. Eine erneute Reduzierung um 50 Prozent komme "zur Unzeit und ohne jede wirtschaftliche Not. Bei steigenden Paketmengen und Gewinnen kommt es UPS allein auf eine weitere Gewinnmaximierung an", so Verdi.


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