Premium-Kundenservice von DHL
Die Welt am Sonntag hat exklusive Einblicke in die Arbeit des Premium-Kundenservices von Deutsche Post und DHL erhalten. Diese Spezialabteilung ist bei der DP CSC GmbH in Monheim (NRW) angesiedelt und besteht aus 14 Mitarbeitern. Laut Bericht bearbeiten sie rund 3.000 bis 4.000 Fälle pro Jahr.
Dass es bei der Deutschen Post eine Einheit für besonders schwierige Fälle gibt, war schon länger bekannt - bisher jedoch ohne nähere Details zur Arbeitsweise. Die Zeitung berichtet etwa von einem verlorenen Paket mit einer Urne. Auch der Verlust von Erbstücken oder wichtigen Dokumenten kann ein Fall für die Monheimer Spezialisten werden. Zudem landen dort manche Briefe und E-Mails, die an den Postvorstand adressiert sind.
Ein entscheidender Unterschied zum regulären DHL-Kundenservice: Die Monheimer Mitarbeiter können Pakete gezielt in Paketzentren oder Zustellbasen stoppen und sie sogar aus Wechselbrücken entnehmen lassen, wenn es der Fall erfordert. Diese Eingriffsmöglichkeiten stehen dem normalen Kundenservice nicht zur Verfügung.
Quelle: Welt am Sonntag, 26.10.2025
DHL führt App zur Identitätsprüfung ein
DHL digitalisiert die Identifizierung von Abholfahrern in Filialen. Seit Ende September sollen sich Fahrer nicht mehr ausschließlich mit klassischen Mitarbeiterausweisen legitimieren, sondern per sogenannter "Fahrer-Check-App". Damit können Filialmitarbeiter vor der Übergabe von Sendungen schnell und eindeutig prüfen, ob die abholende Person tatsächlich zum Unternehmen gehört.
Abholfahrer nehmen Sendungen aus Postfilialen entgegen, um sie weiter ins Paket- oder Briefzentrum zu transportieren. Bisher nutzte DHL dazu physische Ausweise. Die Umstellung auf eine App soll die Sicherheit erhöhen und Missbrauch erschweren.
Hintergrund: Immer wieder kam es in der Vergangenheit zu Fällen, bei denen sich Betrüger als DHL-Mitarbeiter ausgaben und Pakete aus Filialen entwendeten. Ein Beispiel ist ein Fall aus Niedersachsen im Dezember 2023: Verkleidete Unbekannte gaben sich gegenüber einer Filiale in Mulsum als DHL-Boten aus und erbeuteten daraufhin etliche Pakete. Ein Teil der Sendungen wurde später aufgerissen aufgefunden.
Quelle: Filialbetreiber
EMS-Pakete offenbar nur noch im Standardnetz
Seit einigen Monaten ist zu beobachten, dass nach Deutschland eingehende EMS-Sendungen nicht mehr wie früher über das Netzwerk von DHL Express, sondern im DHL-Standardpaketnetz transportiert werden. Das Phänomen besteht nachweislich seit mindestens August 2025 und konnte von Paketda anhand mehrerer Sendungsnummern bestätigt werden (Beispiel).
EMS ist eigentlich eine besonders schnelle internationale Versandart. Umso überraschender ist die Umstellung vom Express- auf das Standardnetz, weil dadurch die inländische Zustellung nicht mehr binnen 24 Stunden (nach Zollabfertigung) garantiert werden kann.
Ein möglicher Vorteil für Empfänger: Es gibt einen Zustelltag zusätzlich, da Standardpakete auch samstags zugestellt werden, EMS-Expresspakete hingegen nur von Montag bis Freitag.
Vielen an Paketda-Leser Maximilian für den Hinweis.