Hermes baut seine Kooperationen mit regionalen Briefdiensten aus. Nach der 2019 gestarteten Zusammenarbeit mit der Nordkurier Mediengruppe in Mecklenburg-Vorpommern ist jetzt die südmail GmbH in Baden-Württemberg neuer Hermes-Partner.
Der private Postdienstleister, eine Tochter von Schwäbisch Media, stellt seit Anfang August in Zusammenarbeit mit Hermes Pakete im Landkreis Sigmaringen, in Riedlingen sowie in Albstadt zu. Das berichtete die Schwäbische Zeitung am 15.08.2025 (nicht online).
Südmail wurde 1999 gegründet und hat sich als Regionaler Briefdienst etabliert. Mit 55 Mitarbeitern im Briefzentrum, rund 2.000 Zustellern und 100.000 Briefsendungen täglich versorgt das Unternehmen eigenen Angaben zufolge etwa 515.000 Haushalte in Süddeutschland.
Durch die Kooperation mit Hermes erweitert Südmail sein Portfolio nun auf die Paketzustellung. Hermes liefert die Sendungen zum neuen Südmail-Depot in Sigmaringen, wo sie von Südmail sortiert und im Verbund mit Briefen und Zeitungen zugestellt werden. Es wird mit zwischen 2.200 und 2.500 Hermes-Paketen pro Tag gerechnet. Es handelt sich nur um auszuliefernde Pakete. Verschickt ein Südmail-Kunde ein Paket, erfolgt die Übergabe an GLS.
Ein Manager erklärte in dem Zeitungsbericht, dass Südmail besonders effizient zustellen könne, weil Briefe, Zeitungen und Pakete gebündelt werden. Dieses Modell ähnelt der Kooperation mit dem Nordkurier auf Rügen und in Stralsund, die 2019 startete. Dort zeigte sich, dass durch die kombinierte Zustellung insgesamt weniger Fahrzeuge unterwegs sind.
Für Hermes dürfte sich die Partnerschaft auch finanziell lohnen. In bevölkerungsschwachen Regionen sind die Touren oft durch eine geringe Stoppdichte geprägt, was bei Hermes-Subunternehmern zu höheren Lohn- und Spritkosten pro Paket führt. Durch die Bündelung mit den bestehenden Südmail-Zustellungen steigt die Stoppdichte, und die Zustellkosten pro Paket sinken entsprechend.