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Hermes-Zusteller drucken jetzt Paketlabel – aber nicht jedes

© Hermes Germany, Willing-Holtz
Hermes nutzt Drucker des Herstellers Bixolon

Hermes-Zusteller können mit ihren mobilen Mini-Druckern ab sofort Paketscheine direkt an der Haustür ausdrucken. Dafür muss der Kunde einen QR-Code auf dem Smartphone vorzeigen, den er zuvor von einem Onlineshop für eine Retoure erhalten hat. Ja, richtig: Der neue Service funktioniert ausschließlich für Retourenpakete.

Hermes hatte seine Zusteller in diesem Jahr mit rund 13.000 mobilen Druckern ausgestattet. Bislang konnten damit vor allem Benachrichtigungskarten gedruckt werden. Paketda hatte bereits im März vermutet, dass Hermes auch Paketlabel direkt bei Kunden ausdrucken könnte. Diese Vermutung hat sich nun teilweise bestätigt.

Laut Hermes kann eine Retoure auch mitgegeben werden, wenn man einen Zusteller in der Nachbarschaft sieht und anspricht. Der Zusteller muss nicht unbedingt ein Paket zum Kunden liefern. Allerdings ist die Paketmitnahme ein freiwilliger Service, der vom Fahrer auch abgelehnt werden kann, beispielsweise wegen Platzmangel im Lieferwagen.



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Nur Retouren-QR-Codes funktionieren

Bemerkenswert ist die Einschränkung bzw. Voraussetzung, dass Kunden einen Retouren-QR-Code von einem teilnehmenden Onlinehändler benötigen.

Für normale Pakete, deren Paketschein ein Kunde selbst auf myhermes.de gekauft hat, steht die Druckfunktion durch den Abholfahrer nicht zur Verfügung. Ein Kunde kann also nicht einfach online einen Hermes-Paketschein kaufen, dem Zusteller anschließend den QR-Code zeigen und sich das Label an der Haustür ausdrucken lassen.

Das ist überraschend, denn technisch ist ja alles vorhanden: Der Zusteller besitzt sowohl einen Handscanner als auch einen mobilen Etikettendrucker. Möglicherweise hängt die Einschränkung mit dem Bezahlverfahren zusammen.

Wer ein normales Paket von Hermes abholen lässt, kann das Porto derzeit nicht vorab per PayPal oder Kreditkarte bezahlen. Stattdessen muss das Porto bar beim Fahrer bezahlt werden. Eine Online-Vorauszahlung des Paketscheins bietet Hermes nur bei der Abgabe im Paketshop an. Warum das so unterschiedlich gehandhabt wird, ist unklar.



DHL bietet mobilen Labeldruck schon seit 2019 an

Trotz der Einschränkung ist die neue Hermes-Funktion bemerkenswert. Unter den großen Paketdiensten in Deutschland sind mobile Drucker bei Zustellern bislang kaum verbreitet.

DHL bietet den Druck einer mobilen Paketmarke beim Zusteller seit Juni 2019 an. DPD, GLS und UPS bieten einen vergleichbaren Service gar nicht an. Hermes schließt mit dem mobilen Labeldruck deshalb zumindest in diesem Bereich zu DHL auf.

Hermes hatte bei Empfängerservices über viele Jahre kaum neue Funktionen entwickelt. Zwar führte Hermes 2015 mobile QR-Codes für Paketmarken ein. Doch in den zehn Jahren bis 2025 kamen keine nennenswerte Neuerungen für Paketempfänger hinzu. Erst 2026 ändert sich das zunehmend, z.B. durch die mobilen Drucker und Livetracking. Es bleibt spannend, ob weitere neue Services und Funktionen entwickelt werden.

Quellen: hermesworld.com | myhermes.de


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