GLS erwartet Kostendruck wegen Kraftstoff und Mindestlohn

Vor einigen Tagen gab Royal Mail die Ergebnisse fürs Geschäftsjahr 2021-22 bekannt (hier als PDF). Darin sind auch interessante Informationen über GLS enthalten:

  • 4% mehr Pakete (870 Millionen vs. 838 Mio. im vorherigen Geschäftsjahr)
  • 9,6% mehr Umsatz
  • 10,5% höhere Betriebskosten
  • 0,2% höheres Betriebsergebnis

Vorgenannte Infos gelten auf Euro-Basis und für die GLS Gruppe weltweit. Es gibt auch Informationen über den deutschen Markt. So stieg der Umsatz von GLS in Deutschland um 8,1% aufgrund höherer Paketmengen und höherer Portopreise, aber der Gewinn (Operating Profit) war geringer aufgrund von Kostensteigerungen.

Für das aktuelle Geschäftsjahr 2022-23 rechnet GLS gruppenweit mit folgenden Herausforderungen:

  • Noch nie dagewesene Kosteninflation (z.B. Kraftstoff und Energie)
  • Eskalierender Kostendruck in den letzten Monaten aufgrund Personalmangels
  • Starke Mindestlohnerhöhungen in wichtigen Märkten (z. B. in Deutschland)
  • Wegfall von Coronamaßnahmen (Menschen kaufen weniger online)

Als Gegenmaßnahmen will GLS die Paketsortierung stärker automatisieren und digitale Tools einsetzen "zur Optimierung der Abhol- und Zustell-Effizienz". Auch die Bearbeitung von Kundenreklamationen soll automatisiert werden. Außerdem will GLS mehr Geld pro Paket verdienen, zum Beispiel durch stärkere Berücksichtigung der Paketabmessungen.

Für Deutschland und Italien plant GLS Investitionen zur Kapazitätserweiterung. In Paris soll ein neues Hub entstehen. In Ungarn, Tschechien und Kroatien sollen weitere Paketautomaten aufgestellt werden. Langfristig ist nicht ausgeschlossen, dass GLS in weitere Länder expandiert.



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