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GLS-Sendungsverfolgung mit PLZ-Zwang

Screenshot GLS Sendungsverfolgung
GLS hat die öffentliche Sendungsverfolgung nahezu abgeschaltet. Ohne Eingabe der Empfänger-Postleitzahl gibt es kaum noch Informationen.

Die Einschränkung betrifft die Website gls-pakete.de. Auf der zweiten Website gls-group.eu ist der vollständige Sendungsverlauf wie gewohnt ohne PLZ-Eingabe einsehbar.

Auf Drittanbieter-Websites wie 17track oder Parcelsapp sind ebenfalls alle Paketinformationen ohne Einschränkung verfügbar. Deshalb ist der Hintergrund der PLZ-Abfrage unter gls-pakete.de unklar und ergibt bislang keinen Sinn. Denkbar ist aber, dass GLS nach und nach alle Trackingsysteme einschränkt und eine PLZ-Abfrage vorschaltet.

In den Niederlanden ist die PLZ-Eingabe seit Jahren bei allen Paketdiensten Standard, bevor die Sendungsverfolgung genutzt werden kann. Womöglich gibt es in den Niederlanden strengere Datenschutzvorschriften, die GLS jetzt auch in Deutschland einführt.



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Nachtrag zu den Hintergründen

Im April erschien bei derstandard.de ein Bericht über die Hintergründe des PLZ-Zwangs bei der GLS-Sendungsverfolgung. Anlass war eine Art Sicherheitslücke. IT-Experten war es gelungen, anhand von Standortangaben der GLS-Paketzentren die PLZ des Empfängers zu erraten und dadurch detaillierte Adressdaten des Empfängers einzusehen.

Mittlerweile zeigt GLS auch auf Drittanbieter-Websites keine Trackingdaten mehr an. Anstatt das Tracking abzuschalten, hätte GLS auch cleverer reagieren können und ähnlich wie DHL die Standorte von Paketzentren im Tracking verheimlichen können. Dadurch wäre kein Erraten der Empfänger-PLZ mehr möglich gewesen.


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