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Post-Transitverkehr durch die EU in Gefahr?


Internationalen Postsendungen könnte bald ein Zwischenstopp an EU-Flughäfen, wie z.B. Frankfurt, verwehrt bleiben. Die Deutsche Post warnt vor dieser Möglichkeit in einem Interview mit dem Forschungsinstitut WIK GmbH.

Hintergrund: Ab dem 1. Januar 2025 müssen alle Sendungen aus Nicht-EU-Ländern vorab digital bei den EU-Zollbehörden angemeldet werden. Das vom Weltpostverein entwickelte Datenmodell unterstützt jedoch nur den direkten Datenaustausch zwischen den Postgesellschaften des Ursprungs- und Ziellandes. Ein Transfer der Daten in Transitländer ist nicht vorgesehen. Dies betrifft z.B. Sendungen, die von China über die Niederlande in die USA weitergeleitet werden.

Die Deutsche Post und der Weltpostverein sehen aktuell keine kurzfristige technische Lösung dafür. Sollte das Datenproblem bestehen bleiben, dürften Postsendungen von außerhalb der EU künftig keinen Zwischenstopp mehr in EU-Ländern einlegen. Das Drehkreuz Frankfurt wäre davon vermutlich nicht so stark betroffen.

Die Deutsche Post berichtet, dass die meisten Sendungen aus China über Belgien (Lüttich und Brüssel), Frankreich (Paris), die Niederlande (Amsterdam) und Ungarn (Budapest) in die EU gelangen. Deutschland selbst verzeichnete 2023 lediglich 3 % des gesamten Volumens an geringwertigen Importsendungen innerhalb der EU.

Quelle: WIK Diskussionsbeitrag Nr. 518


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