Einfuhrverbote: Welche Produkte Zoll und Bundesnetzagentur aus dem Verkehr ziehen


Die Bundesnetzagentur hat in einer Pressemeldung veröffentlicht, aus welchen Gründen Produkte von außerhalb der EU (z.B. China) nicht importiert werden können:

  • Keine Bedienungsanleitung auf Deutsch
  • Keine CE-Kennzeichnung
  • Fehlerhafte technische Unterlagen
  • Fehlende Identifizierungsmerkmale (z.B. keine Artikelnummer am Produkt)
  • Produkte, die falsche Funkfrequenzen nutzen (z.B. Wireless-Kopfhörer und Drohnen)
  • Fehlende Kontaktdaten eines Wirtschaftsakteurs* mit Sitz in der EU

* Wirtschaftsakteur ist zum Beispiel der Hersteller, Importeur, Fulfillment-Dienstleister oder sonstiger Bevollmächtigter. Dessen EU-Firmensitz muss auf dem Produkt, auf der Verpackung, dem Paket oder in einem Begleitdokument angegeben sein.

Im Vergleich zu den Millionen importierter Post- und Paketsendungen erscheint die Menge der von der Bundesnetzagentur kontrollierten Produkte gering. Der Zoll meldete 2021 nur knapp 6.500 verdächtige Warensendungen an die Bundesnetzagentur. In rund 91 Prozent der Fälle verbot die Bundesnetzagentur die Produkte aufgrund eindeutiger Mängel. Daraus folgten Verbote für insgesamt rund 320.000 Produkte.

Wird ein bestimmtes Produkt verboten, lässt es die Bundesnetzagentur von Onlinemarktplätzen löschen. 2021 wurden 1.936 nicht konforme Angebote im Internet ermittelt. Dahinter steckten insgesamt 21,4 Mio. Produkte.

Mit einer angebotenen Stückzahl von über 7,7 Mio. erreichten Funkkopfhörer den ersten Platz der auffälligen Gerätearten. Den zweiten Platz belegten extrem billig angebotene Messgeräte aus Drittstaaten mit einer Stückzahl von rund 3,7 Mio. gefolgt von rund 3,3 Mio. ferngesteuerten Flugdrohnen.


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