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Kunden klagen über Ärgernisse bei der DPD-Sendungsverfolgung

Screenshot der DPD-Warnmeldung

Die neue DPD-Sendungsverfolgung sorgt zunehmend für Kritik bei Privat- und Geschäftskunden. Nachdem DPD Ende April das bisherige Tracking unter tracking.dpd.de abgeschaltet hat, berichten Nutzer über unvollständige Statusmeldungen, technische Ausfälle und eine deutlich schlechtere Bedienbarkeit.

Statt des bisherigen klassischen Trackings verweist DPD nun auf das Portal my.dpd.de. Dort werden in der öffentlichen Ansicht jedoch nur eingeschränkte Informationen angezeigt. Wer detaillierte Sendungsdaten sehen möchte, muss zusätzlich die Empfänger-PLZ eingeben und sich erst durch weitere Menüs klicken.

Besonders kritisch sehen dies Onlinehändler und Geschäftskunden. Im Händlerforum sellerforum.de häufen sich Beschwerden über fehlerhafte oder versteckte Trackinginformationen. Nutzer logistics_star kritisierte am 25. April:

"DPD hat am Donnerstag das vollwertige Tracking unter tracking.dpd.de abgeschaltet. Nun gibt es nur noch das unvollständige, fehlerhafte und fummelige my.dpd.de Tracking für Privatkunden."

Laut Nutzerberichten blendet das neue Tracking teilweise ältere Scanereignisse aus oder ersetzt sie durch allgemeinere Statusmeldungen. Probleme bei Paketabholungen oder Retouren seien teils gar nicht mehr nachvollziehbar. Der Nutzer logistics_star schreibt:

"Teilweise werden sogar falsche Meldungen angezeigt: Bspw. war es paar Mal so, dass das Paket am Vortag nicht zugestellt werden konnte und danach die pauschale Meldung erschien 'Paket wird an Absender zurückgeschickt', obwohl alles in Ordnung war."

Auch technisch scheint das System derzeit instabil zu laufen. Ein Paketda-Leser berichtete vor wenigen Tagen: "Die Verfolgung fällt ständig aus die letzten Tage, egal ob App, Website oder myDPD-Versenderportal."

DPD weist inzwischen selbst auf seiner Startseite auf Probleme hin. In einer Laufschrift heißt es: "Aufgrund einer technischen Störung kann es gelegentlich zu Problemen bei der Abfrage des Versandstatus kommen."

Kritik gibt es auch an einer allgemeinen Entwicklung in der Paketbranche: Immer mehr Paketdienste verstecken detaillierte Trackingdaten hinter zusätzlichen Sicherheitsabfragen. Auch GLS zeigt seit einigen Monaten viele Sendungsinformationen erst nach Eingabe der Empfänger-PLZ an.

Bei Sellerforum.de vergleicht Nutzer James die Entwicklung bei DPD bereits direkt mit GLS und schreibt: "DPD und GLS sind manchmal so möchtegern modern. [...] Das alte dpd Tracking war noch zuverlässig, aber mydpd ist ein Witz."

Positiv erwähnt werden hingegen DHL und Hermes. Hermes vollzog erst vor wenigen Wochen eine Art "Rolle rückwärts" und zeigt inzwischen wieder eine klassische, detailliertere Sendungsverfolgung an. Zuvor setzte Hermes mehrere Jahre lang auf eine stark vereinfachte und "glattgebügelte" Trackingdarstellung, bei der problematische Statusmeldungen teilweise verborgen blieben und Kunden selbst bei Störungen gelegentlich der Eindruck vermittelt wurde, die Zustellung verlaufe planmäßig.


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