DPD denkt über Mehrwegbox nach

DPD Mehrwegbox
Auf der Website von DPD Deutschland bekamen im Februar 2022 einige Nutzer eine Umfrage über Mehrwegboxen eingeblendet. DPD fragte, ob Menschen auf einen Pappkarton verzichten würden und ihre Ware stattdessen in einer Mehrwegverpackung verschicken würden.

Als Versender würde man die Ware unverpackt in einen DPD-Paketshop bringen. Dort wird sie in die Mehrwegbox gelegt und zu einem Paketshop in der Nähe des Empfängers geschickt. Der Empfänger entnimmt die Ware, und die Box verbleibt im Shop.

Unklar ist, ob und wie der Inhalt vor Transportschäden geschützt wird. Eine Schachtel Pralinen würde in der Box hin und her fliegen, wenn sie nicht fixiert wird. Verschickt man mehrere Produkte in einer Box, müssten sie mit Polstermaterial am Zusammenstoßen gehindert werden. Unklar ist, ob in DPD-Paketshops überhaupt Polstermaterial für die Boxen vorhanden sein wird.

DPD wollte in der Umfrage auch wissen, ob man als Kunde einen Aufpreis für den Versand in einer Mehrwegbox bezahlen würde. Theoretisch wäre das denkbar, weil der Kunde den Kaufpreis eines Pappkartons einspart. Es sei denn, man nutzt einen vorhandenen Karton erneut.

Der Büroartikel-Händler "memo" verwendet schon seit 1998 ein Mehrwegsystem (vgl. memoworld.de). Anfangs war es ein Projekt in Kooperation mit Deutsche Post DHL. Memo verschickte Büromaterial in einer gelben Postbox, der Empfänger entnahm den Inhalt und gab die Box dem Zusteller mit zurück.

Weil viele Kunden die Postboxen nicht zurückgaben, wurde das Projekt 2008 eingestellt. Seitdem nutzt memo eigene, grüne Mehrwegboxen. Schickt ein Kunde sie nicht innerhalb von 2 Wochen zurück, werden ihm zwischen 16 und 26 Euro in Rechnung gestellt.



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