DPD gibt's jetzt auch als Radiosender


Seit Januar 2021 gibt es einen neuen Radiosender mit dem Namen "dpd DRIVER'S RADIO" . Er ist bundesweit via DAB+ empfangbar und online auf dpd-driversradio.de.

Genau genommen startete der Betrieb schon im Dezember 2020. Damals fragte Paketda beim Sendebetreiber Wolffberg International Media GmbH nach, ob der Paketdienst DPD etwas mit dem Radio zu tun habe. Die rote Farbe, die Kleinschreibung von dpd und die Langform "drivers pop delivery Radio" ließen das vermuten.

Wolffberg antwortete damals, DPD habe mit dem Radiosender nichts zu tun. Wenige Wochen später die Kehrtwende: Im Januar 2021 gaben Radiosender und Paketdienst überraschend eine Sponsoring-Partnerschaft bekannt.

Seitdem ist das DPD-Paketdienst-Logo auf der Website des Radiosenders zu sehen. Und im Programm wird laufend DPD gesagt. Aber ohne Werbekennzeichnung, denn DPD steht ja nicht für den Paketdienst sondern für "drivers pop delivery".


Haben Radiosender und Paketdienst die Sponsoring-Kooperation wirklich erst kurz nach dem Sendestart vereinbart? In einer Pressemitteilung klingt es so. Darin erklärt der Geschäftsführer der Vermarktungsagentur, die den Deal eingefädelt hat: "Obwohl wir uns in dieser frühen Phase nach dem Sendestart bereits in vielen Gesprächen mit Werbepartnern aus unterschiedlichen Branchen befinden, so freut es uns außerordentlich, den Auftakt mit DPD Deutschland gestalten zu können."

Ein Blick ins DPMA-Markenregister zeigt: Die Marke "DPD Driver's Radio" wurde von Wolffberg im August 2020 angemeldet. Das damalige Logo ähnelt verblüffend dem Logo des Paketdienstes DPD. Die Schriftart des Radiologos ist 100% identisch mit der Schriftart auf der Website dpd.de.


Allerdings kam dieses Logo in der Praxis nie zum Einsatz. Stattdessen meldete Wolffberg im November 2020 im Markenregister ein neu gestaltetes Logo an mit eckig gestaltetem dpd-Schriftzug (siehe Abbildung ganz oben).

Mysteriös, dass Wolffberg das Senderlogo zunächst an den Paketdienst DPD anlehnte, aber auf Nachfrage von Paketda keine Verbindung beider Unternehmen zugab. Erst nach Aufnahme des Sendebetriebs kam DPD wieder ins Spiel, und beide Unternehmen gaben die Kooperation offiziell bekannt. Von außen wirkt es so, als sollte der Radiosender unter neutraler Flagge starten, obwohl von Anfang an eine Beteiligung des DPD-Paketdienstes geplant war. Bewiesen ist das nicht, aber Indizien sprechen dafür.

In einer Stellenanzeige vom März 2020 erklärt Wolffberg, dass das Geschäftsmodell darin besteht, "die gesamte Wertschöpfungskette aus Mediendiensten für eigene Kanäle und im Auftrag von Unternehmen abzubilden".

Wie dem auch sei: Nun kann man DPD also hören. Wenn es gut fürs Image ist, spricht ja nichts dagegen. Kommentar von DPD-Chef Eric Malitzke:

"Als Innovationsführer unserer Branche beobachten wir die technologische Entwicklung genau und gestalten sie aktiv mit. Diese Chance bietet uns nun auch dpd DRIVER'S RADIO. Wir glauben, dass ein nationaler Radiosender mit Fokus auf Themen wie Mobilität, Verkehr und Digitalisierung perfekt zu unserem Unternehmen, unseren Werten und unserem Auftrag passt."


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