Die Deutsche Post schränkt die Frankiermöglichkeiten für Dialogpost (Werbepost) weiter ein: Ab dem 1. Januar 2026 sind nur noch digitale Freimachungsvermerke erlaubt, also mit Matrixcode.
Früher nutzten viele Dialogpost-Versender eine aufs Kuvert gedruckte Frankierwelle; oft in Verbindung mit einem Bildmotiv. Das ist ab 2026 nur noch in Verbindung mit einer Matrixcode-Frankierung erlaubt, meldet philaseiten.de.
Zum 1. Januar 2024 hatte die Post bereits die Nutzung klassischer Briefmarken für Dialogpost verboten. Es passt in die Strategie der Deutschen Post, "analoge" Frankierarten einzuschränken. Matrixcode-Frankierungen ermöglichen eine genauere Steuerung der Sendungsmengen und der Liefergeschwindigkeiten. Dies wird ab 2025 auch für normale Briefpost relevant, sofern die Deutsche Post dann zwei Geschwindigkeitsstufen anbietet: Schnelle A-Post und langsame B-Post. Anhand der Matrixcode-Briefmarken können die Sortieranlagen die langsamen Sendungen erkennen und bewusst verzögern.
Nachtrag 2026: Das Unternehmen Schaffrath meldet, dass weiterhin Dialogpost-Sendungen ohne DV-Freimachung (Matrixcode) möglich sind. Allerdings erhebt Deutsche Post dann einen Zuschlag in Höhe von 5 Cent. Quelle: schaffrath.de
Briefmarken für Dialogpost sind seit 2024 verboten
Seit dem 1. Januar 2024 sind Briefmarken auf Dialogpost-Sendungen nicht mehr erlaubt. Absender müssen Werbebriefe digital frankieren oder eine Frankierwelle aufs Kuvert drucken.
Auf deutschepost.de heißt es:
"Ab 01.01.2024 ist eine Einlieferung von DIALOGPOST Sendungen mit Postwertzeichen nicht mehr möglich."
"Es werden keine Postwertzeichen mehr in Portowerten für DIALOGPOST aufgelegt."
Eine Besonderheit bei Dialogpost mit Briefmarken war die Absenderstempelung. Der Absender musste die Briefe selber abstempeln, bevor er sie bei der Deutschen Post einlieferte. Im Onlineshop der Post kann man dafür einen Handstempel kaufen.
Ein Argument für die Freimachung von Dialogpost mit klassischen Briefmarken war, dass Empfänger die Briefe nicht auf den ersten Blick als Werbung erkennen und womöglich entsorgen. Briefmarken erwecken den Eindruck eines normalen Briefs mit relevantem Inhalt.
Diese Vorteile sind seit 2024 entfallen. Eine Alternative ist die Kombination von Frankierwelle mit einem kundenindividuellen Bildmotiv, das quasi als Briefmarken-Ersatz dient. Das Bild darf einer Briefmarke jedoch nicht ähnlich sehen.
Die Deutsche Post begründet das Briefmarkenverbot mit "deutlich steigenden Herstellungskosten für Postwertzeichen, insbesondere bei kleinen Auflagen". Außerdem sei "die Nutzung dieser Frankierung in den letzten Jahren stetig zurückgegangen und wird inzwischen nur noch sehr wenig nachgefragt".
Was passiert mit alten Dialogpost-Briefmarken?
Die Deutsche Post tauscht alte Dialogpost-Briefmarken nicht um und nimmt sie nicht zurück. Kunden können die Briefmarken jedoch für andere Versandarten nutzen, z.B. Standardbriefe. Die Differenz zum höheren Porto wird durch das Aufkleben zusätzlicher Briefmarken bezahlt.
Das Gleiche gilt für Plusbriefe für Dialogpost. Plusbriefe haben keine klassischen Briefmarken, sondern aufgedruckte Briefmarkenmotive. Alte Dialogpost-Plusbriefe können als Standardbriefe aufgebraucht werden, indem man weitere Briefmarken hinzuklebt. Es gibt keine Aufbrauchfrist.