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DHL reduziert den Rabatt bei Sparsets


Zum 15.04.2024 reduziert DHL den Spareffekt bei Sparsets. Von bislang drei Rabattstufen werden die beiden höchsten abgeschafft.

Beispiel für 2kg-Paketmarken im Sparset: Wer 10 Marken kauft, bezahlt zurzeit 5,19 Euro pro Paket statt 5,49 Euro im Einzelkauf (ca. 5% Rabatt), ab 50 Marken sinkt der Paketpreis auf 4,79 Euro (ca. 13% Rabatt) und ab 100 Marken zahlt man nur 4,69 Euro pro Paket (ca. 15% Rabatt).

Insbesondere kleine Onlinehändler, für die sich kein DHL-Geschäftskundenvertrag lohnt, nutzen die Sparsets, um 50 oder 100 Marken auf Vorrat zu kaufen. Warum DHL ausgerechnet diese Rabattstufen abschafft, erscheint auf den ersten Blick nicht nachvollziehbar.

Vielleicht will DHL durch die Kürzung von Rabatten seine Einnahmen erhöhen. Allerdings besteht die Gefahr, dass die betroffenen Onlinehändler künftig zu anderen Paketdiensten wechseln wie z.B. Hermes.

Denkbar sind auch rechtliche Auseinandersetzungen. Vor zwei Jahren vertrat UPS gegenüber dem Wirtschaftsministerium die Auffassung, dass DHL Firmenkunden keine umsatzsteuerfreien Leistungen anbieten darf. Die Sparsets sind aber umsatzsteuerfrei. Indem DHL die höchsten Rabattstufen streicht, will DHL möglicherweise Kritikern wie UPS den Wind aus den Segeln nehmen.

Unbestätigten Gerüchten zufolge aus dem Sellerforum steigt am 15.04.2024 außerdem der Preis für 10er Sparsets, so dass der Rabatt auf wenige Prozentpunkte schrumpft.

Vielen Dank an Paketda-Nutzer Bernd für den Hinweis.



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UPS gegen Mehrwertsteuer-Privileg für DHL-Sparsets

So berichtete Paketda im August 2022

In einer Stellungnahme zur Reform des Postgesetzes kritisiert UPS die Befreiung der DHL-Sparsets von der Mehrwertsteuer. Sparsets ermöglichen es Kunden, zwischen 10 und mehr als 100 Paketmarken auf einmal zu erwerben, wofür Deutsche Post DHL Rabatte von bis zu 16% beim Versand innerhalb Deutschlands und bis zu 25% in die EU gewährt.

UPS weist darauf hin, dass die Mehrwertsteuerbefreiung für Pakete bis 20 kg eigentlich nur für Verbraucher gilt. Doch welcher Verbraucher kauft 10, 20 oder mehr Versandmarken auf einmal? Tatsächlich zielen die DHL-Sparsets nach Ansicht von UPS auf Unternehmer ab, weshalb DHL gemäß ihrer Argumentation 19% Umsatzsteuer erheben müsste.

Im Bereich der Briefzustellung besteht bereits eine ähnliche Regelung, wie UPS betont. Dort sind nur Einlieferungen bis 50 Briefe umsatzsteuerfrei. "Diese angesichts der Massenhaftigkeit des Briefversands doch geringe Zahl lässt es logisch erscheinen, dass ein Wert für Paketsendungen weit niedriger anzusiedeln wäre", schreibt UPS an das Bundeswirtschaftsministerium.



Quellen: PDF bmwk.de | bundesfinanzministerium.de


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