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DHL-Rekord: 12 Millionen Pakete an einem Tag - Belastung und Kritik wachsen


Am 2. Dezember 2024 hat DHL einen neuen Meilenstein erreicht: Über 12 Millionen Pakete wurden innerhalb von 24 Stunden sortiert. Ein Rekord in der Geschichte des Unternehmens. Diese Zahlen verdeutlichen das Wachstum des Onlinehandels, insbesondere in der Vorweihnachtszeit, die durch Aktionen wie Black Friday und Cyber Week geprägt ist. Im Vergleich dazu waren es im bisherigen Spitzenjahr 2020 während der Corona-Pandemie "nur" 11 Millionen Pakete an Spitzentagen.

Besonders interessant ist der Blick auf die Personalentwicklung: Während 2020 rund 110.000 Zusteller im Einsatz waren, sind es 2024 115.000 (jeweils +10.000 saisonale Aushilfskräfte). Der Zuwachs beträgt also nur 5.000 Zusteller in vier Jahren. Gleichzeitig stieg die Spitzenmenge der bearbeiteten Pakete um eine Million. Diese Diskrepanz deutet auf eine steigende Arbeitsbelastung für die Zusteller hin, die in der Vorweihnachtszeit ohnehin unter harten Bedingungen arbeiten.

DHL hat eigenen Angaben zufolge "5.800 Extra-Touren sowie weitere flexible Touren nach Bedarf geplant". 11.000 zusätzliche Fahrzeuge sind im Einsatz.

Die Postgewerkschaft DPVKOM malt (wie gewohnt) schwarz fürs Weihnachtsgeschäft. In einer Pressemitteilung äußerte sich die Bundesvorsitzende Christina Dahlhaus besorgt über die zunehmende Belastung der Zusteller und warnte, dass eine "flächendeckende ordnungsgemäße Zustellung nicht mehr gewährleistet" sei - besonders im Weihnachtsverkehr.

Dahlhaus beklagt eine "katastrophale Personalpolitik". Immer mehr Beschäftigte würden krank oder das Unternehmen nach vielen Jahren verlassen. Gleichzeitig sei die Einarbeitung neuer Mitarbeiter unzureichend, was die Probleme verschärfe. "Die von der Deutschen Post angekündigten 10.000 Aushilfskräfte helfen da nur bedingt. Viel wichtiger ist es, dauerhaft mehr Personal einzustellen, dieses bestmöglich auszubilden und auf den 'Knochenjob' Zustellung vorzubereiten", so Dahlhaus.

Besonders kritisch sieht die Gewerkschaft die körperliche Belastung durch steigende Paketmengen, flexible Touren und familienunfreundliche Arbeitszeiten. Sie fordert konkrete Maßnahmen, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern.


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