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Verlorenes Paket: Kunde verklagt DHL erfolgreich


Wenn's um Geld geht... setzen Paketdienste gern auf Verzögerungstaktiken, um für verlorene Pakete keinen Schadenersatz bezahlen zu müssen. Die Hoffnung: Irgendwann gibt der Kunde genervt auf und verzichtet auf Schadenersatz.

DHL musste jetzt eine andere Erfahrung machen und wurde von der Rechtsanwaltskanzlei Bürgler, Augsburg, verklagt. Ein Kunde hatte nämlich eine Spielekonsole mit DHL verschickt, die beim Käufer nicht ankam. Die Nachforschung verlief ergebnislos. Eigentlich ein klarer Fall; Schadenersatz ist fällig.

Doch DHL wollte nicht zahlen. Oder vielleicht nur einen geringeren Betrag, der nicht dem echten Verkaufspreis entsprach. Jedenfalls bekam der Kunde von DHL kein Geld und machte deshalb kurzen Prozess. Er beauftragte die Kanzlei, Deutsche Post DHL zu verklagen (Amtsgericht Hamburg, Az. 647 C 251/22).

Wenige Tage nachdem die Klage eingereicht wurde, erklärte der Konzern überraschend: "Wir erkennen die Klageforderung an."

Mittels Urteil vom 21. November 2022 wurde die Post zur Zahlung des vollständig eingeklagten Schadenersatzes zuzüglich Zinsen und zur Erstattung der vorgerichtlichen Rechtsanwaltsgebühren verurteilt. Die gesamten Kosten des Rechtsstreits muss die Deutsche Post AG tragen.

Kunden, die mit DHL oder anderen Paketdiensten Ähnliches erleben, ermutigt die Kanzlei Bürgler, nicht auf ihre berechtigten Ansprüche zu verzichten. Bürgler vertritt eigenen Angaben zufolge "zahlreiche Mandanten, deren Pakete während dem Versand beschädigt wurden und verloren gegangen sind."

Quelle: anwalt.de | www.buergler.eu


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