DHL meldet Verzögerungen beim Versand nach China

Zurzeit sind überdurchschnittlich lange Lieferzeiten beim Versand mit Deutsche Post DHL in Richtung China zu beobachten. 50 Tage oder mehr sind keine Seltenheit. Beispielsendungen:

Im DHL-Geschäftskundenportal wurde nun ein Stopp für Premiumversandarten in Richtung China mit Wirkung ab dem 16. Mai 2022 angekündigt.

Die Nachricht ist nur an DHL-Geschäftskunden gerichtet. Aber in der DHL-Onlinefrankierung für Privatkunden gibt es eine vergleichbare Meldung. Folgende Versandarten sind nach China nicht mehr möglich:

  • DHL Paket International Premium
  • DHL Warenpost International Premium
  • Warenpost International Tracked / mit Unterschrift
  • aus technischen Gründen auch Warenpost Untracked

Die oben genannten Versandarten sollen ab 16.05.2022 an die Absender zurückgeschickt werden. Nicht betroffen sind DHL Standardpakete ohne Premium. Auch Briefe können weiterhin nach China geschickt werden sowie DHL-Express-Pakete. Doch Deutsche Post DHL warnt vor langen Lieferzeiten:

"Wir müssen Sie aber darauf hinweisen, dass es derzeit beim Versand von Briefen, der Warenpost und Paketen nach China zu unvorhersehbar langen Laufzeiten kommen wird. Es ist damit zu rechnen, dass die chinesische Post nach dem Ende von Lockdowns die bestehenden Rückstände ggf. abbaut, ohne Trackevents und Ausliefernachweise zu erzeugen.

Wie lange eine Sendung bis zur tatsächlichen Zustellung benötigt, ist derzeit leider nicht vorhersehbar. Selbstverständlich werden wir für den Versand der Standard (Economy) Sendungen nach China den kürzlich kommunizierten Krisenzuschlag International erst einmal aussetzen. Wir bitten Sie, in der aktuellen Situation von Nachforschungen Abstand zu nehmen."

Als Ursache für die Lieferverzögerungen wird die restriktive Corona-Politik in der Volksrepublik China genannt. Laut Deutscher Post seien viele Flughäfen geschlossen. "Auch die Lage im Land selbst ist herausfordernd, da die Sendungen zwar in China ankommen, dort jedoch in vielen Fällen weder ein Tracking erhalten noch eine Weiterbearbeitung erfolgt."

Paketda liegen außerdem Informationen vor, wonach China Post gegenüber dem Weltpostverein eine Situation Höherer Gewalt für die Sortierzentren in Shanghai, Changchun und Yanji erklärt hat. Dort ruht der Betrieb offenbar oder ist stark eingeschränkt. Betroffen sind Briefe, Pakete und auch EMS-Pakete.


Nachricht an DHL-Geschäftskunden


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