DHL startet Nachhaltigkeitsoffensive: Mehr Pakete auf die Schiene


DHL hat sich für das Jahr 2050 ein Null-Emissions-Ziel gesteckt und will dies mit einer Nachhaltigkeitsoffensive erreichen (vgl. Presseinformation). Bis zum Jahr 2025 will die Post "bis zu 280 CO2-neutrale Zustellstützpunkte" errichten, die u.a. über Photovoltaik-Anlagen verfügen werden.

Ab 2022 werden unter dem bekannten GoGreen-Label "weitere Produkte und Services angeboten, mit denen Privat- und Geschäftskunden die beim Paketversand entstehenden Emissionen ausgleichen oder sogar vermeiden können". Im Briefbereich wird die Deutsche Post ohne Aufpreis alle CO2-Emissionen ausgleichen.

DHL-Pakete sollen verstärkt mit der Bahn transportiert werden. Der Anteil soll von aktuell 2 Prozent mittelfristig auf 6 Prozent gesteigert werden. Langfristig seien laut DHL 20 Prozent denkbar. Das Unternehmen schreibt:

Damit dies gelingt, sind viele Veränderungen erforderlich - von schnellen Güterwaggons bis zur Verfügbarkeit neuer Lokomotiven, besserer Trassen und schneller, kostengünstiger Verlademöglichkeiten vom LKW auf die Bahn und umgekehrt.

Schon seit dem Jahr 2000 fährt jede Nacht ein Paket-IC auf einer Nord-Süd-Anbindung Pakete durch die Republik, und bei weniger zeitsensiblen Transporten am Wochenende ist der Anteil des Schienentransports bereits erhöht worden. Seit dem vorweihnachtlichen Starkverkehr, in dem doppelt so viele Züge eingesetzt wurden als zuvor, sind in Zusammenarbeit mit der DB Cargo mittlerweile fünf Wochenendzüge für Deutsche Post DHL im Einsatz. Um den klimafreundlicheren Pakettransport auf der Schiene weiter auszubauen, plant Deutsche Post DHL, ausgewählte große Paketzentren mit Gleisanschlüssen auszustatten. Dadurch sollen Transporte zu den Terminals reduziert, die Verladung beschleunigt und noch höhere Mengen in den zur Verfügung stehenden Zeitfenstern auf der Schiene transportiert werden.


Den Neubau, Ausbau oder die Reaktivierung von Gleisanschlüssen auf Firmengeländen fördert die Bundesregierung mit einem Zuschuss von bis zu 50% (Quelle: www.dbcargo.com).

Gegenüber Geschäftskunden versandte DHL heute die Information, dass "kein Wettbewerber in Europa ... auch nur annährend so viele CO2-freie Zustellfahrzeuge und Betriebsmittel wie wir bei Deutsche Post und DHL" habe. Außerdem sei es Deutsche Post DHL in den letzten 5 Jahren gelungen, "unsere CO2-Emissionen pro Paket um rund 25 Prozent senken konnten. Auch sind unsere CO2-Emissionen pro Paket nach unseren Schätzungen mindestens 30 Prozent geringer als bei unseren Wettbewerbern."

Einer Umfrage des Versandsoftware-Herstellers Sendcloud zufolge sind sich 47% der Verbraucher der Umweltbelastung bei einer Lieferung bewusst, aber nur 34% würden einen Aufpreis für eine CO2-neutrale Lieferung bezahlen. Quelle: Pressemitteilung.


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